{"id":1478,"date":"2020-03-05T00:00:00","date_gmt":"2020-03-04T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/floxik.de\/magazin\/2020\/03\/05\/anti-jagd-training\/"},"modified":"2024-05-31T09:56:25","modified_gmt":"2024-05-31T07:56:25","slug":"anti-jagd-training","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/floxik.de\/magazin\/erziehung\/anti-jagd-training\/","title":{"rendered":"Anti-Jagd-Training"},"content":{"rendered":"<p>Diverse <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/\"  >Hunderassen<\/a> verf\u00fcgen \u00fcber einen angeborenen Jagd-Trieb. Dies ist f\u00fcr den heutigen Alltag mit Hunden aber nicht wirklich vorteilhaft. Bei unzureichender Erziehung und Auslastung kann der Jagd-Trieb sogar zu einem gro\u00dfen Problem werden. Dies kann sich im Jagen von Drosseln oder Kaninchen ebenso zeigen wie dem Jagen von anderen Hunden und Katzen.<\/p>\n<p>Sowohl f\u00fcr den Hund, seinen Besitzer, aber auch alle Tiere und Menschen in der Umgebung kann dies eventuell sogar gef\u00e4hrlich werden. Das Einzige, was dagegen getan werden kann, ist eine konsequente und intensive <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/erziehung\/\"  >Erziehung<\/a>. Sollte diese nicht fruchten, ist an ein Anti-Jagd-Training zu denken.<\/p>\n<h2>Wenn sich der Hund nicht mehr kontrollieren l\u00e4sst<\/h2>\n<p>Sie kennen sicher diese Hunde, die versuchen, hinter allen hinterherzujagen, was sich bewegt \u2013 V\u00f6gel, Hasen, die Katze vom Nachbarn und leider auch andere Hunde, eventuell Postboten. Von dem eigentlichen Problem der anderen Tiere einmal abgesehen, ist es eine sehr peinliche Situation, wenn der Hund \u00fcberhaupt nicht reagiert, egal wie man versucht, ihn zur\u00fcckzurufen. Ganz ehrlich \u2013 auf diese Weise wird jeder Spaziergang mit dem Hund ein Spie\u00dfrutenlauf. Oder man verlegt seine <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/ratgeber\/der-spaziergang-mit-dem-hund\/\"  >Spazierg\u00e4nge<\/a> auf Zeiten, an denen zu hundert Prozent kein anderer Hund auf der Stra\u00dfe ist. Aber das wird, ganz ehrlich, ein wenig zu kompliziert.<\/p>\n<p>Doch nicht nur andere Hunde und Katzen k\u00f6nnen ein Problem darstellen. Auch wenn die t\u00e4gliche Runde an einer vielbefahrenen Stra\u00dfe entlangf\u00fchrt, w\u00e4re es unverantwortlich, wenn der Hund aufgrund eines Tieres auf der anderen Stra\u00dfenseite mitten auf die Stra\u00dfe laufen w\u00fcrde, direkt zwischen die Autos. Undenkbar!<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e46969;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fe8383;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Zudem darf nicht vergessen werden, dass regional eine Leinenpflicht greift, nicht nur in der Brut- und Setzzeit. Der Hund, der also hinter seiner \u201eBeute\u201c her ist, w\u00fcrde entsprechend auch seinen Besitzer, am anderen Ende der Leine, eventuell stark gef\u00e4hrden. Ger\u00e4t er erst einmal in den Jagdrausch, ist es fraglich, ob die Leine nicht einfach nur noch ein l\u00e4stiges Accessoire ist. Die Kraft verschiedener Jagdhunde sollte nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/div><\/div>\n<h2>Hat nicht jeder Hund einen Jagdtrieb?<\/h2>\n<p>Ja und nein. Denn bei vielen Hunderassen wurde der vorhandene Jagdtrieb im Laufe der vielen Jahre Zucht vernachl\u00e4ssigt bzw. bewusst zur\u00fcck gez\u00fcchtet. Dennoch kann es auch innerhalb einer Rasse Unterschiede geben, die aus der Zuchtlinie heraus erkl\u00e4rbar sind. So ist es nicht verwunderlich, dass der eine Hund beim kleinsten Rascheln im Unterholz bereits losspringen m\u00f6chte, der andere aber nicht einmal mit der Wimper zuckt. Zu welcher Sorte der eigene Hund geh\u00f6rt, wei\u00df man leider beim Kauf eines Welpen noch nicht. Eventuell kann man sich an der Zuchtlinie orientieren. Aber auch diese Beobachtungen sind nicht hundertprozentig zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Wer sich einen Hund aus der Rubrik der Jagdhunde aussucht, sollte sich nat\u00fcrlich aber nicht wundern, warum der Hund versucht, diesen angeborenen Trieb tats\u00e4chlich auszuleben. Die nachfolgenden Rassen wurden urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Jagd gez\u00fcchtet und zum Teil immer noch zu diesem Zwecke vorrangig eingesetzt.<\/p>\n<ul>\n<li>Deutsch Kurzhaar<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-dackel\/\"  >Dackel<\/a><\/li>\n<li>Terrier<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-basset-hound\/\"  >Basset<\/a><\/li>\n<li>Beagle<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/kleiner-muensterlaender\/\"  >Kleiner M\u00fcnsterl\u00e4nder<\/a> und <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/grosser-muensterlaender\/\"  >Gro\u00dfer M\u00fcnsterl\u00e4nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-weimaraner\/\"  >Weimaraner<\/a><\/li>\n<li>u.v.m.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die so genannten Jagdgebrauchshunde sind darauf spezialisiert, das Wild zu hetzen, zu fixieren, sich an zu schleichen oder das Wild zu packen.\u00a0 Anhand der Zuchtlinien ist zu erkennen, dass sie genau auf diese Ziele ausgerichtet wurden. Diese Rassen bed\u00fcrfen einer sehr guten Grund- und Jagdgebrauchsausbildung.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es reine Familienhunde, wie beispielsweise die <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-golden-retriever\/\"  >Golden Retriever<\/a>, den <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-mops\/\"  >Mops<\/a> oder auch den <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/hunderassen\/der-deutsche-boxer\/\"  >Boxer<\/a>. Auch sie sind entsprechend gez\u00fcchtet worden.<\/p>\n<h2>Was kann den Jagdtrieb ausl\u00f6sen?<\/h2>\n<p>Es gibt verschiedene Ausl\u00f6ser, die f\u00fcr ein pl\u00f6tzliches Auflodern des Jagdtriebes verantwortlich sein k\u00f6nnen. Diese kommen bei jedem Hund anders zum Tragen. Manchmal ist bereits der Spaziergang mit mehreren Hunden das ausl\u00f6sende Moment. Das Problem des Jagdtriebes ist allerdings nicht das Auflodern oder das tats\u00e4chliche Jagen. Vielmehr ist es die Tatsache, dass ein Hund, der einmal gejagt hat, immer wieder auf diesen Ausl\u00f6ser reagieren wird. Und dieser Hund wird auch im Stande sein, andere Hunde dazu zu animieren, mit ihm zusammen zu jagen. Kein sch\u00f6ner Gedanke. Denn eine hormongesteuerte, jagende Meute ist kein Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<h2>Kann der Jagdtrieb kontrolliert werden?<\/h2>\n<p>Kl\u00e4ren wir eines zuerst: Jeder Hund, auch der liebste Familienhund, kann vom Jagdtrieb ergriffen werden. Aus diesem Grunde sollte man sich \u00fcber eine eventuelle Veranlagung informieren, bevor man sich einen speziellen Hund zu legt und dieser sich einer Staubwolke \u00fcber das Feld wortw\u00f6rtlich vom Acker macht und zu jagen beginnt. Hat er erst einmal Tempo aufgenommen und eine gewisse Distanz zwischen sich und Ihnen gebracht, ist es ohne die entsprechende Ausbildung kaum m\u00f6glich, ihn zu stoppen. Da hilft kein Schreien, Pfeifen oder Rufen. Und es gibt sogar einen einfach Grund daf\u00fcr: Gl\u00fcckshormone!<\/p>\n<p>Viele Hundebesitzer wissen gar nicht, dass es f\u00fcr den Hunde einen gro\u00dfen Endorphinauswurf gibt, wenn er sich in den Jagdmodus versetzt. Nein, es nicht einmal zwangsl\u00e4ufig notwendig, dass der Hund das Wild auch erlegen kann. Der Rausch ist schon alles, was er ben\u00f6tigt, um diesen Kick zu erhalten und in vollen Z\u00fcgen zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Leider merkt er sich diesen Zustand ganz genau. Was folgerichtig dazu f\u00fchrt, dass er prompt dem n\u00e4chsten Kaninchen nachsetzen wird, das ihm \u00fcber den Weg l\u00e4uft. Nicht, weil der Hund vors\u00e4tzlich ungehorsam sein m\u00f6chte. Sondern einfach, weil er dieses tolle Gef\u00fchl, diesen Kick wieder erleben m\u00f6chte. Er wei\u00df, dass er sich auf diese Weise einfach gro\u00dfartig f\u00fchlt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/M3tByu-bg7U\" loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2>Woran erkenne ich, dass mein Hund und ich das Antijagdtraining ben\u00f6tigen?<\/h2>\n<p>Hat sich ein Hund erst einmal daran gew\u00f6hnt, dass ihm das Jagen ein derartiges Hochgef\u00fchl beschert, wird es recht schwer werden, ihm diese Angewohnheit wieder auszutreiben. F\u00fcr den Besitzer ist es oftmals unm\u00f6glich, ihn an der Leine zu halten. Und hat er sich losgerissen und jagt, so ist der Besitzer umso erleichterter, wenn er unbeschadet wieder zu Hause auftaucht. Leider sind derartige Aktionen nicht sonderlich f\u00f6rderlich f\u00fcr das Vertrauen zwischen Hund und Herrn. Somit ist der Herr immer unruhiger und unsicherer, sobald er sich mit dem Hund auf die Stra\u00dfe bzw. in den Wald, zwischen die Felder begeben m\u00f6chte. Diese Unsicherheit wiederum wird von dem Hund aufgenommen und in den meisten F\u00e4llen auch zu seinen Gunsten ausgenutzt.<\/p>\n<p>Sie als Hundehalter sind nicht nur f\u00fcr die eigene Sicherheit und die des Hundes zust\u00e4ndig. Sie sind auch verantwortlich f\u00fcr die Umgebung sowie allen Lebewesen, die darin zu Schaden kommen k\u00f6nnten. Ja, das Argument, den Hund einfach nicht mehr von der <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/ratgeber\/welche-hundeleine-passt-zu-welchem-zweck\/\"  >Leine<\/a> zu lassen, ist durchaus berechtigt. Doch kann auch dies nicht immer alles retten. Wenn sich ein gro\u00dfer, ausgewachsener Jagdhund in Position bringt und mit voller Kraft durchstartet, haben selbst gro\u00dfe, starke M\u00e4nner nicht immer eine Chance, ihn zur\u00fcckzuhalten.<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#c5dd7a;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#dff794;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Und nun die gute Nachricht: Die meisten Jagdhunde, die sich einem Anti-Jagd-Training unterziehen, lernen diese neue Lektion, sodass sie, wenn auch vermutlich an der langen <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/zubehoer\/schleppleine\/\"  >Schleppleine<\/a>, problemlos wieder mit dem Herrn durch die Lande ziehen k\u00f6nnen. <\/div><\/div>\n<p>Einige wenige jedoch werden auch durch beste Versuche nicht zu bekehren sein.<\/p>\n<h2>Wie sieht ein Anti-Jagd-Training aus?<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>\u00dcberzeugen Sie Ihren Hund<\/strong>, dass die Folgen des Unterdr\u00fcckens des Jagdtriebes wesentlich h\u00f6her anzusetzen sind, als die Freude, der Rausch, den er erf\u00e4hrt, wenn er sich dem Jagdtrieb hingibt. Nein, mit den normalen Leckerli als Belohnung wird man an dieser Stelle nicht punkten k\u00f6nnen. Vielmehr muss es ihm ein freudiges Bed\u00fcrfnis sein, bei seinem Herren zu bleiben. Das bedeutet, dass die \u201eAbenteuer\u201c, die mit dem Besitzer zu erleben sind, mindestens genauso toll wie ein Jagdtabenteuer sein m\u00fcssen. Diese Lektion gilt es, ihm beizubringen. Damit ist der Jagdtrieb zwar nicht vollkommen ausgeschaltet. Doch ist mit diesen Lektionen ein Umlenken m\u00f6glich, sodass er sich auf andere Dinge fokussiert.<\/li>\n<li><strong>Der <em>Grundgehorsam<\/em>:<\/strong> Jeder Hund muss diese Grundbegriffe erlernen \u2013 Sitz, Platz, Aus, Bleib und nat\u00fcrlich Bei Fu\u00df. Sie m\u00fcssen vollkommen automatisiert sein, damit der Jagdhund bei seinem Herren eine konstante Sicherheit genie\u00dfen kann. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wird bereits im Welpenalter mit dieser Konditionierung angefangen. Doch kann jeder Hund, sogar bis ins hohe Alter, diese Kommandos immer noch lernen. Wichtig hierbei ist die Konsequenz und die stete Einhaltung und Wiederholung. Auch wenn der Hund es noch so gut zu beherrschen scheint, sollte immer wieder einmal eine \u00dcbungseinheit eingelegt werden. Dieser Gehorsam muss nat\u00fcrlich belohnt werden. Damit Sie nicht immer mit einer Tasche voll Leckerli durch die Gegend laufen m\u00fcssen, empfiehlt es sich, dem Hund von Anfang an sein Lieblingsspielzeug als Belohnung f\u00fcr erfolgreich ausgef\u00fchrte Befehle zu geben. Es sollte nicht zu gro\u00df sein, damit Sie es schlimmstenfalls nach Hause tragen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong><em>Aufmerksamkeit und Bindung st\u00e4rken: <\/em><\/strong>Jeder Besitzer glaubt von seinem Hund, dass er eine sehr gute Erziehung hat und alle Kommandos der \u201eGrundausbildung\u201c perfekt beherrscht. Bis er sich losrei\u00dft und von Dannen zieht. Es gilt also, mit dem Hund Ausnahmesituationen zu trainieren. Situationen, in denen er seinen Trieben freien Laufen geben m\u00f6chte, es aber nicht tut, um die Bindung zu seinem Besitzer nicht aufs Spiel zu setzen. Zu viele Verlockungen k\u00f6nnen auf einem Spaziergang auf ihn zu kommen. Diese Situationen wollen also provoziert und ge\u00fcbt werden. Denn er darf nur an einem Platz bleiben \u2013 bei seinem Herren. Dies ist alleine nicht gut machbar. Zumindest eine zweite Person sollte anwesend sein. Noch besser lassen sich diese Situationen unter kontrollierten Bedingungen in der Hundeschule in entsprechenden Kurse \u00fcben. Innerhalb dieser Lektionen sollte dem Hund erneut vermittelt werden, dass es nur einen Rudelf\u00fchrer geben kann und dass das SIE sind. Und der Rudelf\u00fchrer steht IMMER ganz oben, wenn es um die wichtigen Dinge des Spazierganges geht. Denn ohne den Rudelf\u00fchrer gibt es keinen Spaziergang. Wie also sollte das Halten der Aufmerksamkeit, die Bindung zwischen Rudelf\u00fchrer und dem Hund belohnt werden? Denn mit einer Belohnung geht ja alles gleich viel besser, nicht wahr? Es muss nicht immer ein Leckerchen sein, mit dem Sie die Aufmerksamkeit einfordern. Wie w\u00e4re es, wenn Sie sich verstecken und nach dem leicht abgelenkten Hund rufen? Wird er Sie finden? Wenn ja, loben Sie ihn \u00fcberschwenglich. Bauen Sie derartige Spiele gerne spontan in die Spazierg\u00e4nge ein.\u00a0 Je besser die Verbindung zwischen Ihnen und dem Hund ist, desto bestrebter wird er sein, Sie zu finden. Was sollte er auch alleine auf dem Feldweg schon machen?<\/li>\n<li><strong>Ablenken des Jagdtriebes:<\/strong> Da der Hund ja nun nicht jagen darf, seine Triebe aber auch nicht vollst\u00e4ndig unterdr\u00fccken kann, muss etwas anderes gefunden werden, damit er nicht vollkommen rammd\u00f6sig wird oder letztlich doch noch ausbricht und stiften geht. Die verschiedenen Hundesportarten geben diesbez\u00fcglich eine gro\u00dfe Auswahl. Vor allem f\u00fcr jene Hunde, die mehr als eine F\u00e4higkeit aus dem Bereich der Jagdgebrauchshunde aufweisen. Was k\u00f6nnte in Frage kommen? Apportieren, Mantrailing, Dummyarbeit, Carni Cross oder nat\u00fcrlich Agility. Bei all diesen Hundesportarten ist nicht nur K\u00f6pfchen, sondern auch k\u00f6rperliche Ausdauer, Tempo und Beweglichkeit gefragt. Sinnvoll ist es, zu Beginn nur mit einer Hundesportart anzufangen. Wird diese einigerma\u00dfen gut beherrscht, kann eine zweite hinzu kommen. Doch wie bei allen Lektionen sollte der Hund, auch wenn er viel Potenzial anbietet, nicht \u00fcberfordert werden.<\/li>\n<li><strong>Der <em>Hundeauslauf:<\/em><\/strong> Viele Menschen, nicht nur in Stadt- bzw. Vorstadtgebieten, nutzen die vielz\u00e4hligen Hundeausl\u00e4ufe, die extra zu dem Zweck eingerichtet wurden, dass die Hunde unter kontrollierten Bedingungen und vor allem vor Gefahrenzonen wie Stra\u00dfen gesch\u00fctzt frei laufen k\u00f6nnen. Im Hundeauslauf k\u00f6nnen sie sich mit Artgenossen messen. Sie k\u00f6nnen laufen, rangeln und gl\u00fcckselige, freie Hunde sein. Auch k\u00f6nnen sie mit ihren Artgenossen \u201eFreundschaften\u201c schlie\u00dfen. Es hat sich im Hundeauslauf schon so manche \u201eHundegang\u201c gebildet. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen sie auch hier nicht in ihr Jagdverhalten verfallen. Der R\u00fcckruf zu jeder Zeit sollte schon sitzen, wenn man in den Hundeauslauf f\u00e4hrt. Doch wird man \u00fcberrascht sein, wie vollkommen anders sich viele Hunde dort zeigen.<\/li>\n<li><strong>Den <em>Impuls<\/em> kontrollieren:<\/strong> Egal, f\u00fcr welche Ablenkungsmethode Sie sich entscheiden, es geht letztlich doch immer um die Impulskontrolle. Anders formuliert k\u00f6nnte man auch sagen, dass der Hund es lernen muss, Frust auszuhalten. W\u00fcrde man eine Formulierung f\u00fcr den Menschen suchen, w\u00fcrde wohl der Begriff \u201eSelbstbeherrschung\u201c zum Tragen kommen. F\u00fcr die Impulskontrolle bedarf es einiger Geduld und Selbstreflexion des Besitzers. Ist man selber unruhig, ist es der Hund auch . Lassen Sie Hund beispielsweise Platz machen und werfen nun den Dummy. Der Hund soll nat\u00fcrlich sitzen bleiben, wof\u00fcr er im Nachhinein richtig stark gelobt wird. Achten Sie darauf, dass er sich tats\u00e4chlich erst erhebt, wenn Sie das entsprechende Kommando dazu geben.<\/li>\n<li><strong><em>Das unentbehrliche Notfallsignal: <\/em><\/strong>Ja, Sie haben richtig gelesen. Auch im Umgang mit Hunden muss ein Notfallsignal, ein Superr\u00fcckruf Sie werden f\u00fcr die F\u00e4lle ben\u00f6tigt, in denen gar nichts mehr geht. Es kann von Vorteil sein, sie mit einer Hundepfeife einzu\u00fcben, da diese auch bei eventueller Stimmlosigkeit des Besitzers zum Einsatz kommen kann. Es muss sich dabei aber um einen Befehl handeln, der nicht im allt\u00e4glichen Repertoire vorhanden ist. Und bitte \u2013 benutzen Sie diesen Befehl, nachdem der Hund ihn erfolgreich gelernt hat, nur in absoluten Notf\u00e4llen. Er darf nicht bei jedem x-beliebigen Spaziergang zum Einsatz kommen. Dann h\u00e4tte er im Notfall keine Wirkung mehr.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_7724\" style=\"width: 835px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7724\" class=\"size-full wp-image-7724\" src=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/anti-jagd-training-notwendig.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Anti-Jagd-Training notwendig\" width=\"825\" height=\"550\" \/><p id=\"caption-attachment-7724\" class=\"wp-caption-text\">Oh ja, Hunde lieben es zu jagen&#8230; | Foto: buchsammy \/ Depositphotos.com<\/p><\/div>\n<h2>Ein guter Tipp zum Schluss<\/h2>\n<ul>\n<li>Geben sie niemals auf.<\/li>\n<li>Beweisen sie geduld.<\/li>\n<li>Suchen sie sich im bedarfsfall unterst\u00fctzung in einer daf\u00fcr geeigneten hundeschule.<\/li>\n<li>Freuen sie sich \u00fcber die kleinen fortschritte, die sie mit ihrem hund machen. besser kleine schritte als gar kein fortschritt.<\/li>\n<li>G\u00f6nnen sie sich und ihrem hund ab und an eine pause vom harten trainingsplan. jeder braucht einmal eine kleine erholung.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Ja, es besteht die Chance, den Jagdtrieb eines Jagdhundes umzulenken, den Impuls zu unterdr\u00fccken. Doch sollte sich jeder dar\u00fcber im Klaren sein, dass es sich um eine zeit- und arbeitsintensive Aufgabe handelt. Denn der Hund kann, trotz guter Erziehung und t\u00e4glicher \u00dcbungseinheiten, rein theoretisch jederzeit wieder in seine genetisch bedingten Verhaltensweisen zur\u00fcckfallen.<\/p>\n<p>Deshalb ist es sinnvoll, sich nur dann mit Jagdhunden einzulassen, wenn man tats\u00e4chlich ausreichend Zeit und Sachverst\u00e4ndnis hat, um ihnen die Auslastung und Sicherheit zu geben, die sie bei ihren t\u00e4glichen Aufgaben, also den verschiedenen Hundesportdisziplinen, ben\u00f6tigen. F\u00fcr Anf\u00e4nger sind die Hunde mit einem ausgepr\u00e4gten Jagdtrieb auf keinen Fall. Sie geh\u00f6ren in die H\u00e4nde von versierten Hundehaltern, die genau wissen, worauf sie sich einlassen und was sie entsprechend zu tun haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diverse Hunderassen verf\u00fcgen \u00fcber einen angeborenen Jagd-Trieb. 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