{"id":863,"date":"2018-09-15T00:00:00","date_gmt":"2018-09-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/floxik.de\/magazin\/2018\/09\/15\/der-hund-in-der-mietwohnung\/"},"modified":"2024-05-31T09:59:16","modified_gmt":"2024-05-31T07:59:16","slug":"der-hund-in-der-mietwohnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/floxik.de\/magazin\/ratgeber\/der-hund-in-der-mietwohnung\/","title":{"rendered":"Der Hund in der Mietwohnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir Menschen lieben unsere Hunde. Waren sei einst Wach- und Hofhunde, so haben sie sich im Laufe der Zeit zu Familienmitgliedern gemausert. Sie leben mit uns, begleiten uns \u00fcberall hin und schlafen nicht selten im selben Bett wir ihre Menschen. Doch leider beginnen genau hier schon die Probleme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lebt man in seinem eigenen Haus, kann man im Gro\u00dfen und Ganzen tun und lassen, was man will. So ist die Frage, ob ein Hund einziehen darf, hier nur eine Frage, die unter den Familienmitgliedern gekl\u00e4rt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz anders sieht das in einer Mietwohnung aus. Immer wieder h\u00f6rt man von Vermietern, dass Hundehaltung verboten sei oder es gibt Schwierigkeiten mit den anderen Mietern. Wie sieht die Situation mit dem Hund in der <strong>Mietwohnung<\/strong> nun aber wirklich aus?<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Es gibt kein generelles Verbot<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In vielen Mietvertr\u00e4gen ist das Thema Haustiere nicht konkret geregelt. Die Gesetzeslage dazu ist allerdings ganz klar. Der Vermieter darf eine Haustierhaltung nicht generell verbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#b7cbd6;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#d1e5f0;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Das bedeutet, wenn man einen Hund hat, darf der grunds\u00e4tzlich mit in die Wohnung. So hat das Amtsgericht K\u00f6ln entschieden. Generelle Klauseln in Mietvertr\u00e4gen, die Haustiere verbieten sind als unangemessene Benachteiligung des Mieters zu sehen und damit nicht wirksam. <\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt auch f\u00fcr jegliche Besuche mit Hunden. Allerdings kann der Vermieter sehr wohl ein individuelles Verbot anstreben. Das bedeutet, dass dann \u00fcber jeden einzelnen Fall gesondert verhandelt und entschieden wird. So kann im Mietvertrag eine Klausel enthalten sein, dass die Zustimmung des Vermieters vor der Anschaffung eines Hundes vorliegen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In speziellen F\u00e4llen kann der Vermieter dann auch einen Hund ablehnen. Gr\u00fcnde k\u00f6nnten etwa bestehende Allergien beim Vermieter oder anderen Mietern sein. Es gibt aber nat\u00fcrlich auch noch andere Gr\u00fcnde, die eine Hundehaltung infrage stellen k\u00f6nnten. Dar\u00fcber wird dann aber objektiv entschieden. So kann es passieren, dass in ganz speziellen F\u00e4llen die Hundehaltung nicht erlaubt wird.<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e4e0be;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fefad8;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren: <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/ratgeber\/hundegeruch-aus-der-wohnung-entfernen-diese-tipps-helfen\/\"  >Hundegeruch aus der Wohnung entfernen: Diese Tipps helfen<\/a><\/div><\/div>\n<div id=\"attachment_5610\" style=\"width: 835px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5610\" class=\"size-full wp-image-5610\" src=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Hund-in-der-Mietwohnung.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Hund in der Mietwohnung\" width=\"825\" height=\"528\" \/><p id=\"caption-attachment-5610\" class=\"wp-caption-text\">Foto: chalabala \/ Bigstockphoto.com<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Hundehaltung sollte schon vorab gekl\u00e4rt werden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Praxis bedeutet das ganz einfach, dass es sinnvoll ist, schon im Vorfeld mit dem zuk\u00fcnftigen Vermieter das Thema Hundehaltung in Ruhe zu besprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e4e0be;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fefad8;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Wenn man merkt, dass es Vorbehalte gegen einen pelzigen Mitbewohner gibt, sollte man sicherheitshalber nach einer anderen Wohnung suchen. <\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andernfalls wird es immer wieder zu Situationen kommen, die Grund sind f\u00fcr Beschwerden. Das Leben unter diesen Umst\u00e4nden kann sehr m\u00fchsam werden. Unter Umst\u00e4nden kann der Mieter die Zustimmung der anderen Mieter einholen. Das erleichtert manchmal die Angelegenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat man zum Zeitpunkt des Einzugs noch keinen Hund, plant aber die Hundehaltung in absehbarer Zeit, sollte dies ebenfalls Thema bei der Unterzeichnung des Mietvertrages sein. Es ist immer besser, das Thema schon im Vorfeld anzuschneiden, als dann eine b\u00f6se \u00dcberraschung zu erleben. Ein schriftliches Einverst\u00e4ndnis des Vermieters ist in diesem Fall sehr hilfreich.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Zustimmung kann f\u00fcr einen Hund gelten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat der Vermieter dem Hund zugestimmt, gilt die Entscheidung als fixiert. Der Vermieter kann nicht nach einiger Zeit verlangen, dass der Hund weggegeben werden muss. Er ist an seine Entscheidung gebunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e46969;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fe8383;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Allerdings kann diese Zustimmung sich nur auf diesen einen speziellen Hund beziehen. Hier muss man vorsichtig sein. Gilt die Zustimmung nur f\u00fcr diesen Hund, muss f\u00fcr jeden anderen Hund erneut um Erlaubnis gefragt werden. <\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Vermieter geben aber ihre Erlaubnis generell und es muss nicht f\u00fcr jedes einzelne Tier nachgefragt werden. Allerdings ist es immer besser, auch das bereits im Vorfeld abzukl\u00e4ren. Im Nachhinein verbieten kann der Vermieter den Hund aber aus \u201ewichtigen\u201c Gr\u00fcnden. Das k\u00f6nnte etwa ein Angriff des Tieres auf andere Mieter sein.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Hunde m\u00fcssen artgerecht gehalten werden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat der Mieter einen Hund genehmigt, dann hei\u00dft das noch lange nicht, dass nun eine unbegrenzte Anzahl von Tieren einziehen kann. Es d\u00fcrfen nur so viele Hunde in einer Wohnung wohnen, wie es der Gr\u00f6\u00dfe des Wohnraumes entspricht. Ein Hund muss artgerecht gehalten werden und das ist keinesfalls gegeben, wenn mehrere Hunde in einer kleinen Zweizimmerwohnung leben m\u00fcssen. Kein Vermieter muss \u00fcbertriebene Tierhaltung akzeptieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso ist es nicht ratsam, einen gro\u00dfen Hund mit extremem Bewegungsdrang und viel Temperament auf einer winzigen Wohnfl\u00e4che zu halten. Ausnahmen best\u00e4tigen hier allerdings wieder die Regel, wenn der Hundehalter mit dem Tier viel unternimmt und das Tier immer genug Bewegung erh\u00e4lt. Dann wird es in der Wohnung nur zum Schlafen sein und sich sehr ruhig verhalten. Das bedeutet, hier ist die Vernunft des Hundehalters gefragt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Bellen ist nicht gleich bellen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hunde bellen. Manche viel, manche wenig und einige wenige jaulen. Dass ein Hund von Zeit zu Zeit bellt, ist v\u00f6llig normal und wird auch niemanden st\u00f6ren. Problematisch wird es, wenn die anderen Mieter kein Auge mehr zumachen, weil der Hund die Nacht zum Tag macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e46969;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fe8383;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Einige Hunde k\u00f6nnen auch nicht alleine bleiben. Sie zerst\u00f6ren nicht nur die Einrichtung, sondern schlagen regelrecht Terror. <\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das kann ununterbrochenes Bellen, Jaulen oder Heulen sein. Manch vierbeiniger Zeitgenosse wirft sich regelrecht gegen die T\u00fcr, um zu seinem Menschen zu gelangen, oder kratzt wie verr\u00fcckt daran. Diese Situation ist weder f\u00fcr den Hund noch f\u00fcr die anderen Bewohner ertr\u00e4glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesen F\u00e4llen kann der Vermieter den Mieter vor vollendete Tatsachen stellen und verlangen, dass der Hund auszieht. H\u00e4lt sich das Bellen und Verhalten des Tieres jedoch im normalen Rahmen, dann ist ein Bellen keinerlei Grund f\u00fcr eine K\u00fcndigung.<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#e4e0be;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#fefad8;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Tipp: lesen Sie dazu <a href=\"https:\/\/floxik.de\/magazin\/erziehung\/dem-hund-das-bellen-abgewoehnen-so-klappt-es\/\"  >Dem Hund das Bellen abgew\u00f6hnen \u2013 so klappt es!<\/a><\/div><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ein entspanntes Verh\u00e4ltnis zwischen Mieter und Vermieter ist hilfreich<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer mit seinem Hund oder seinen Hunden also ungest\u00f6rt und in Ruhe in einer Mietwohnung leben m\u00f6chte, der sollte auf einiges achten. Grundlage eines entspannten Verh\u00e4ltnisses zwischen Mieter und Vermieter ist stets ein freundlicher Umgangston.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#b7cbd6;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#d1e5f0;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Fast immer k\u00f6nnen Fragen oder Probleme mit Freundlichkeit und Kompromissen leicht aus dem Weg geschafft werden. <\/div><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Hundehaltung sollte immer konkret und vorab abgesprochen werden. Es macht keinen Sinn, den Vermieter vor vollendete Tatsachen zu stellen. Damit sich der Hund und alle anderen Mieter im Haus wohlf\u00fchlen, sollte der Hund eine gewisse Grunderziehung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Hund, der jedes fremde Ger\u00e4usch als Anlass zum Bellen sieht oder der aus purer Langeweile bellt, wird in einer Mietwohnung sicherlich zum Problemfall. Ebenso problematisch ist ein Hund, der nicht alleine bleiben will oder ein Hund, der nicht genug sozialisiert oder gar aggressiv ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Hunde m\u00fcssen lernen, alleine zu bleiben<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Alleine bleiben muss ein Hund m\u00f6glichst fr\u00fch lernen. Er kann das nicht einfach, denn er ist daran gew\u00f6hnt, dass Mutter und Geschwister immer um ihn herum sind. Kommt das Tier ins Haus, muss man es langsam und mit viel Geduld daran gew\u00f6hnen, alleine zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das funktioniert, indem man anfangs einfach das Zimmer verl\u00e4sst und schon mal die T\u00fcr zumacht. Funktioniert das, kann man ab und zu die Wohnung f\u00fcr kurze Zeit verlassen. Das passiert ohne jeglichen Kommentar. Kommt man zur\u00fcck, sollte man den Hund ebenfalls gar nicht besonders beachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit bekommt er das Gef\u00fchl, dass es v\u00f6llig normal ist, wenn Frauchen oder Herrchen kurz weg sind. So wird das Tier langsam und behutsam an die Situation herangef\u00fchrt und schon bald wird es merken, dass der Halter immer wieder gerne zur\u00fcckkehrt. So lernt der Hund, die Zeit ruhig und friedlich zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#c5dd7a;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#dff794;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">Das ist gut f\u00fcr ihn und f\u00fcr andere im Haus lebende Menschen. Und mit ein wenig H\u00f6flichkeit und R\u00fccksichtnahme wird das Zusammenleben in der Mietwohnung sicherlich funktionieren.<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Menschen lieben unsere Hunde. Waren sei einst Wach- und Hofhunde, so haben sie sich im Laufe der Zeit zu Familienmitgliedern gemausert. 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