Viele Hunderassen tummeln sich in Deutschland herum. Von Groß bis Klein finden wir in allen Farben fast alles, was die weltweite Hundezucht hergibt. Doch nicht alle Rassen sind beliebt. Die Gründe hierfür sind vielseitig. Schauen wir einmal, welche Hunderassen in Deutschland am beliebtesten sind.

Welche ist die beliebteste Hunderasse in Deutschland?

Es gilt zur Beantwortung dieser Frage, die Hunderassen dreizuteilen – nämlich in klein, mittelgroße und große Hunde. Genau genommen müssten sogar fünf Gruppen gebildet werden. Denn bei den kleinen Hunderassen wird zudem noch zwischen Klein und Mini unterschieden. Bei den großen Hunderassen finden wir des Weiteren noch die „Riesenhunde“. Dabei wird die Einteilung wie folgt vorgenommen:

  • Große Hunde: In dieser Gruppe finden wir Hunde mit einer Widerristhöhe von 50 bis 65 Zentimeter.
  • Riesenhunde: Diese Hunde weisen eine Widerristhöhe von mindestens 70 Zentimeter auf.
  • Mittelgroße Hunde: Hier befinden sich die Hunde, die eine Größe von 35 bis 48 Zentimeter aufweisen.
  • Kleine Hunde: Diese Hunde sind nicht kleiner als 15 Zentimeter, aber auch nicht größer als 30 Zentimeter.
  • Mini-Hunde / Toy-Dogs: Die kleinen Hunde und die Mini-Hunde überschneiden sich in dieser Einteilung, denn die Größe der Mini-Hunde wird von 0 bis 20 Zentimeter gesetzt.

Wussten Sie eigentlich, dass sich die Lieblingshunderasse in unregelmäßigen Abständen ändert? Wie die Gesellschaftsstruktur an sich ändern sich auch die Ansprüche, die wir an unsere vierbeinigen Freunde stellen.

Anhand von Meldedaten auf den Ortsämtern, aber auch der renommierten Versicherungsgesellschaften kann die Rangliste der beliebtesten Hunde in Deutschland zusammengestellt werden.

Wie sieht die aktuelle Rangliste aus?

  1. Französische Bulldogge: Sie gehört zu den kleinen Hunden und ist somit auch ideal in jeder Stadtwohnung zu halten. Sie braucht nicht viel Bewegung, begleitet seinen Menschen aber auch gerne auf langen Spaziergängen. Er kläfft nicht und jagt auch nicht. Dieser Hund liebt seine Familie und kümmert sich wunderbar um die Kinder. Er ist ein idealer Anfängerhund. Die Erziehung sollte dennoch ernst genommen werden. Er übernimmt gerne das Zepter. Aufgrund seiner kurzen Nasenstruktur kann es recht schnell einmal zur Kurzatmigkeit kommen.
  2. Labrador: Ein Familienhund par excellence. Er liebt den Menschen und möchte entsprechend gefallen. Deshalb ist er für gewöhnlich absolut gehorsam. Mit einer Ausnahme – in seinem Teenageralter versucht er, das Ruder zu übernehmen. Da hilft nur eine gute Ausbildung. Übrigens – aufgrund seines freundlichen, ausgeglichenen Wesens sind sie als Wachhund eher nicht geeignet.
  3. Australian Sheppard: Dieser Hund ist nicht nur in Deutschland unter den Top 10, sondern tatsächlich weltweit. Allerdings ist er kein Anfängerhund, denn seine Haltung ist anspruchsvoll, sodass ein Anfänger sich schnell überfordert fühlt. Auch wenn er sich in der Familie wohlfühlt, bindet er sich vorrangig an ein Familienmitglied. Als Familienhund ist er auf Aufgaben im Bereich des Hundesports angewiesen, denn eigentlich ist er ein Arbeitshund im Bereich der Herden- und Hütearbeit. Zudem weist er einen geradezu unstillbaren Bewegungsdrang auf. Man sollte sich auf viel Zeit auf dem Hundesportplatz oder auf extrem lange Spaziergänge einstellen.
  4. Chihuahua: Ganz richtig, einer der kleinsten Hunde der Welt hat sich diesen Rang gesichert. Nein, er gehört ganz sicher nicht in eine Handtasche oder einen Hunderucksack. Denn er liebt das Laufen und Spielen ebenso wie seine großen Hundefreunde. Er ist sehr aufmerksam, sodass er oft als Kläffer tituliert wird. Dabei passt er doch nur auf seinen Besitzer auf. Erziehung kann dies aber in Grenzen halten. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass er keine große Lebenserwartung aufzeigt. Eines könnte allerdings schwierig werden – sein Hang zur Eifersucht. Denn in Bezug auf seinen Besitzer ist er extrem besitzergreifend.
  5. Golden Retriever: Für viele Besitzer ist es das goldene Fell, das den Hund so attraktiv macht. Für andere ist es das überaus sonnige Gemüt des Tieres. Einst ein Jagdhund benötigt er auch heute noch viel Bewegung. Sicherlich kann viel Spielen im Garten und Spaziergänge helfen. Aber oftmals wäre eine regelmäßige Aktivität auf dem Hundesportplatz sinnvoller. Ihre innere Ruhe strahlt auf alle Familienmitglieder aus. Er wird der neue Ruhepol der Familie.
  6. Border Collie: Achtung – mit ihm zieht ein Energiebündel ins Haus. Die ruhigen Zeiten sind vorbei. Dafür stehen lange Spaziergänge und regelmäßige Besuche des Hundesportplatzes an. Wer die Möglichkeit hat, mit ihm dem Herden- und Hütesport nachzugehen, sollte sie nutzen. Denn genau DAS ist sein Element. Er liebt die Familie, benötigt aber einen menschlichen Ruhepol. Ist dieser gegeben, ist der Hund trotz seines Energielevels ebenfalls die Ruhe in Person.
  7. Labradoodle: Familienfreundlich, gelehrig, klug und sehr anhänglich – mit diesen vier Worten kann der Labradoodle besonders gut beschrieben werden. Er vereint, kurz gesagt, das Beste vom Pudel und das Beste vom Labrador. Der Labradoodle gehört zu den Hunderassen, die allergikerfreundlich sind, weil sie kaum Haare verlieren.
  8. Rhodesian Ridgeback: Ein wahrer Exote, der allerdings viel Hundeverstand verlangt. Er ist würdevoll, mutig und klug. In Deutschland wird er nur selten zur Jagd eingesetzt. Eher findet man ihn in der Position des Wachhundes. Tatsache ist, dass er beide Aufgaben bestens durchführen kann. Auch als Schutz- oder Diensthund wird er beste Arbeit leisten. Gleichzeitig ist er den Kindern der Familie verfallen und liebt das Schmusen nach getaner Arbeit über alles.
  9. Mops: Er ist eine totale Couchpotato und gleichzeitig ein komischer Spielkamerad. Allerdings benötigt er viel Zuwendung, viel Spiel und Spaß. Er ist ein absoluter Mega-Kuschler. Achtung – er ist gerne der Komiker der Familie. Die kurze Nasenstruktur jedoch lässt ihn immer wieder mit Atemproblemen dastehen. Eine große Belastbarkeit ist daher nicht vorhanden.
  10. Rottweiler: Von seinem schlechten Image sollte man sich nicht täuschen lassen. Ja, er ist ein Kraftpaket. Ja, er ist ein toller Wachhund, wenn er korrekt ausgebildet wird. Aber zugleich ist er anhänglich, braucht viele Streicheleinheiten und ist am liebsten der Mittelpunkt der abendlichen Kuschelstunde. Aber er ist bei Weitem kein Anfängerhund.
Die Französische Bulldogge ist eine der beliebtesten Hunderassen in Deutschland! | Foto: Lilun_Li / Depositphotos.com

Welcher Hund ist der beliebteste?

Diese Frage sollte genau so beantwortet werden, wie sie gestellt wurde. Denn unabhängig von der Größe gibt es selbstverständlich eine Hunderasse, die deutschlandweit am beliebtesten ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch alle Menschen, die Hunde lieben und sich für die eine oder andere Rasse ganz besonders mögen, auch einen Hund besitzen. Oftmals sind es die aktuellen Lebensumstände, die es uns nicht erlauben, tatsächlich einen vierbeinigen Freund fürs ganze Leben an unserer Seite zu haben.

Lassen wir uns überraschen, wie die Top 10 aussehen. Es sollte angemerkt werden, dass es sich hierbei um Daten handelt, die über einen langen Zeitraum gesammelt wurden. Sie lassen die aktuellen Daten außer Acht, sondern sehen ausschließlich die Zahlen, die sich über den gesamten Zeitraum ergeben haben.

  1. Der Deutsche Schäferhund: Er ist immer noch die ungeschlagene Nummer 1. Innerhalb der Zucht der Deutschen Schäferhunde finden wir verschiedene Linien, die sich geringfügig unterscheiden.
  2. Der Teckel: Eigentlich gehört er ja zu den Jagdhunden, eine Aufgabe, der er immer noch nachgehen kann. Doch hat er sich als Familien- und Begleithund in Deutschland etabliert.
  3. Deutsch Drahthaar: Auch er gehört zu den Jagdhunden. Wer ihn als neues Familienmitglied aufnehmen möchte, braucht Zeit für ausgedehnte Spaziergänge, denn er hat einen großen Bewegungsdrang.
  4. Labrador Retriever: Sein „Will to Please“, also das Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen, ist seine beste Waffe dem Menschen gegenüber. Ihm kann niemand etwas abschlagen.
  5. Golden Retriever: Er gehört der Meinung vieler Menschen nach eigentlich auf Platz 1. Denn er war in den letzten Jahren wirklich stark gefragt. Was viele Neu-Besitzer eines Golden Retrievers oft vergessen, ist sein starker Bewegungsdrang. Genau genommen gehört nämlich auch er in die Reihen der Jagdhunde, präzise gesagt zu den Apportierhunden. So kann man ihn auch zum Spielen animieren. Trotzdem sind lange Spaziergänge für ihn ein wichtiger Tagesordnungspunkt.
  6. Pudel: Ach was – er ist nicht nur der Hund alter Damen, obwohl er tatsächlich auch bei den Senioren extrem beliebt ist. Zudem ist er viel mehr als ein rassiger Showhund. Er wird in verschiedenen Größen gezüchtet. Auch wenn man es diesem Hund nicht ansieht, hat er einen ausgeprägten Sinn für Spielereien und Späße. Wenn er sich an einen Menschen bindet, ist dies eine Bindung für das ganze Leben.
  7. Rottweiler: Sieht man einmal von den Aufgaben eines Jagdhundes ab, kann sich der Rottweiler in jedem Bereich wiederfinden. Aus diesem Grunde ist auch unter die Familienhunde gegangen. Sogar als Therapiehund kann er bei entsprechender Ausbildung agieren. Wichtig ist seine gute Sozialisierung und Grundausbildung. Danach kann er förmlich in alle Richtung tendieren, denn er weist in diesem Zustand nur gute Eigenschaften auf.
  8. Deutscher Boxer: Welche Eigenschaft soll im Vordergrund stehen – Begleithund, Gebrauchs- oder Schutzhund? Man sieht es ihnen nicht auf den ersten Blick an, aber sie haben Humor und treiben daher öfters einmal Schabernack. Sowohl die Ausgeglichenheit, als auch die Anhänglichkeit machen ihn zum idealen Familienhund. Und kinderlieb ist er allemal.
  9. Deutsche Dogge: Ja, sie ist schon ganz schön groß. Und sie ist so anhänglich, dass sich jeder Besitzer freuen kann, wenn er auch nur den Raum alleine wechseln darf. Sie ist leicht zu führen, unerschrocken und selbstsicher. Damit ist sie als Familienhund vollkommen unkompliziert.
  10. Chavalier King Charles Spaniel: Nicht nur kleine Familien werden diesen Hund ins Herz schließen. Auch für Senioren ist er der optimale Begleithund. Er kann sich bestens in die Familie eingliedern, solange er seine täglichen Streicheleinheiten erhält. Ansonsten ist er eher zurückhaltend, ruhig und freundlich zu jedermann.

Welche Hunde sind leicht zu erziehen?

Viele Menschen sind der Meinung, dass eine gute Ausbildung jedem Hund zu Gute kommen kann. Hierbei ist das Zusammenspiel von Hundehalter, Hund und Ausbildung entscheidend, damit der Hund keinen Spielraum bekommt, um sich durchzusetzen. Bei den meisten Hunderassen ist dies ein Unterfangen, das sich für gewöhnlich einigermaßen problemlos gestaltet.

Doch gibt es einige Hunderassen, die ein gewisses Quantum an Charakter und Eigenständigkeit besitzen. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass genau diese es dem Hundebesitzer nicht leicht machen, erzogen zu werden. Sie werden ihn immer wieder herausfordern.

Im Umkehrschluss wird es auch Hunderassen geben, die nur eines im Sinn haben – nämlich ihrem Besitzer zu gefallen und alle Befehle von ihm schnurstracks auszuführen. Dennoch sollten auch sie mit ihrem Besitzer die Hundeschule besuchen (s.a. Ab wann mit dem Welpen in die Hundeschule?). Dies kann sich nur positiv auf die Verbindung zwischen Hund und Mensch auswirken, auch wenn der Hund seinem Herrn sowieso schon mit Haut und Haaren ergeben ist.

Welcher Hund ist der beste Familienhund?

Sicherlich wirken viele Hunderassen, als wären sie die tollsten Familienhunde. Dies mag am Aussehen liegen, dies mag an ihrer Treue zum Besitzer liegen. Doch schaut man genau hin, so sind sie vielleicht nur grundsätzlich schüchtern, sodass sie sich in regelmäßigen Abständen an einen ruhigen Ort zurückzuziehen wollen. Dies kann in einer Familie eine Herausforderung werden.

Selbstverständlich haben unterschiedliche Hunderassen auch verschiedene, charakterliche Merkmale. So stürzen sich einige immer in die Mitte einer Gruppe und freuen sich des Lebens, wenn sie vierundzwanzig Stunden des Tages umhegt werden.

Andere benötigen nicht so viel Aufmerksamkeit und beobachten lieber von einem ruhigen Punkt aus den Rest der Welt, um vielleicht bei Bedarf einzugreifen. Sollten sie hierbei von den Kinder der Familie gestört werden, könnte dies zu Spannungen führen. Für sie ist es besser, wenn sie von einer Einzelperson oder einem Paar gehalten werden. So wird den Spannungen sofort vorgegriffen.

Es fragt sich also, welche Hunde für Familien am besten geeignet sind. Letztlich soll es ja dem Hund wie auch der Familie mit der kommenden Situation gut gehen. Es bedarf also eines Hundes mit hohem Stressniveau und Nerven wie Drahtseile.

Welche Eigenschaften muss ein guter Familienhund besitzen?

  • Ausgeglichen
  • Belastbar
  • Friedfertig
  • Kinderlieb
  • Verschmust
  • Verspielt
  • Einen geringen Bewegungsdrang, denn für ausgedehnte Spaziergänge ist in einem anstrengenden Familienalltag nur selten Zeit. Das Spielen mit den Kindern und den Erwachsenen sollte ausreichen.
  • Die Fähigkeit, auch einmal alleine bleiben zu können

Ebenso sind die Beschaffenheit des Fells, die Fähigkeit zur Reinlichkeit innerhalb der Wohnung sowie die individuellen Anforderungen, die die Familie an den Hund stellen wird.

Auf der Liste der beliebtesten Familienhunde stehen unter anderem die folgenden Rassen:

  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Bearded Collie
  • Border Terrier
  • Bolonka Zwetna
  • Malteser
  • Labradoodle
  • Berner Sennenhund
  • Dalmatiner
  • Französische Bulldogge
  • Sowie diverse Mischlingsrassen

Natürlich handelt es sich hierbei nur um Vorschläge. Jede Familie muss individuell den für sich passenden Hund finden. Deshalb sollte man sich stets in aller Ruhe umschauen und nichts übers Knie brechen.

Denn die Verantwortung für den Hund wird man nicht nur für einen kurzen Augenblick tragen, sondern für einen wirklich langen Zeitraum. Beim Kauf eines Welpen können dies sogar mehr als 10 Jahre sein. Für diesen Zeitraum geht jeder Hundebesitzer einen unausgesprochenen Vertrag mit seinem Vierbeiner ein.

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Letzte Änderung: 31. Mai 2024