Vielleicht haben Sie es beim Spazierengehen mit Ihrem Hund auch schon bemerkt: Immer mehr Mischlingshunde lassen sich auf der Straße blicken. Zum einen passieren immer mal wieder beim Zusammentreffen von Hunden so genannte Unfälle, die zu einem Mischlingswurf führen.

Doch auch die große Anzahl Hunde, die durch den ausländischen Tierschutz ins Land gebracht wird, trägt zum Anstieg der Mischlingshunde bei. Denn auf den Straßen der europäischen Nachbarstaaten herrscht wortwörtlich das Gesetz der Straße.

Auf Rassezugehörigkeit wird aufgrund der abweichenden Einstellung zur Hundehaltung überhaupt nicht geachtet. Sollen sie doch machen, was sie wollen. So könnte das Credo für die Straßenhunde lauten.

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Der Mischlingshund – sie sind anders, oder?

Viele Menschen entflammen für den Mischlingshund, eben weil er kein perfektes Modell ist. Er hat oftmals bereits optisch einige Eigenheiten. Selbstverständlich trägt er auch die Rassemerkmale seiner (unterschiedlichen) Eltern in sich.

Gerade bei den Tierschutzhunden aus dem Ausland muss man sich aber an dieser Stelle die Frage stellen, wie viel Mischling bereits in den Eltern gesteckt hat oder ob einer von ihnen vielleicht doch noch reinrassig gewesen ist. Handelt es sich um einen typischen Straßenhund, ist davon auszugehen, dass auch seine Ahnenreihe schon längere Zeit auf der Straße gelebt hat.

Damit steht man vor einem kunterbunten Mischling, der ebenso vielfältige Verhaltensweisen mit sich bringt. Stellen wir uns einfach einmal vor, ein verspielter Golden Retriever wird mit einem Anatolischen Hirtenhund verpaart. Natürlich werden die Welpen aus diesem Wurf rein optisch wie ein Golden Retriever aussehen.

Aber sie werden, trotz aller Verspieltheit und Zugehörigkeitswunsch des Hundes, die sie vom Golden Retriever erhalten, auch eine eventuell sehr ausgeprägte Wachsamkeit vom Hirtenhund erhalten. Sicherlich wird sich jeder Welpe anders entwickeln und somit tatsächlich dem Golden Retriever ähnlicher werden als dem Hirtenhund. Und wenn nicht?

Der Mischlingswelpe

Bereits in jungen Jahren kann man dem Hund anmerken, über welche Eigenschaften er verfügt. Der erfahrene Hundemensch nimmt diese Eigenschaften, dies Potenzial einfach hin und arbeitet genau damit. Doch leider wünschen sich viele Hundebesitzer, insbesondere wenn es sich um Anfänger handelt, dass sie einen Hund mit den bestmöglichen Eigenschaften haben und dieser sich auch noch leicht erziehen lässt.

Bleiben wir bei unserem Beispiel, so kann es durchaus passieren, dass dieser Hund zwar leidenschaftlich gerne spielt und als „Familienmitglied“ bei seinen Menschen ist. Dennoch wird er das Grundstück wachsam im Blick behalten. Jeder „Eindringling“ wird angekündigt, freundlich, aber vehement.

Bereits die Vorstellung, dass man einen wachsamen Hund besitzt, löst bei vielen Hundebesitzern Unbehagen aus. Was sollen denn die Nachbarn denken, wenn dieser Hund ständig bellt, weil sich der Postbote oder andere Menschen der Gartenpforte nähern?

Dabei macht der Hund, nach seiner Auffassung, nur seinen Job. Er passt auf und gibt an, wenn jemand das Grundstück betritt. Und doch trifft er damit bei vielen Nachbarn, aber auch ebenso vielen Hundebesitzern auf Unverständnis. Mit schlechter Erziehung hat dies aber nicht unbedingt etwas zu tun, wie fälschlicherweise oftmals behauptet wird.

Niedlicher Mischlingswelpe
Niedlicher Mischlingswelpe | Foto: vencav / Depositphotos.com

Wo liegt das Problem der Mischlingshunde?

So treu und dankbar Mischlingshunde sind, so unverstanden können sie auch sein. Dies liegt ganz einfach an der Tatsache, dass man nicht weiß, welche Rassen und deren spezifisches Potenzial sich in diesem Hund vereint.

Warum ist es so wichtig zu wissen, mit welchen Eigenschaften man bei einem Hund rechnen muss? Jeder Hundebesitzer muss bestmöglich mit seinem Hund umgehen können. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob er in der Lage ist, den Hund eigenständig zu erziehen oder ob er die Unterstützung eines versierten Hundetrainers benötigt.

So ist der Mischling genauso wie der reinrassige Hund so zu erziehen, dass er für seine Umwelt keine Gefahr darstellt und jederzeit abrufbar ist. Bewacht also ein Hund das Grundstück, kann vom Besitzer aber zu jedem Zeitpunkt abgerufen werden, etwa damit der Besuch vor der Gartenpforte auch eintreten kann, ist alles in Ordnung. Der Hund erledigt seine Aufgabe, die Ankunft Fremde anzuzeigen und übergibt die Verantwortung danach an den Menschen. So darf es gerne sein.

Die Crux mit vielen Mischlingen aus den osteuropäischen Staaten ist aber, dass sie das Blut von Hüt- und Treibhunden in sich tragen. Diese Hunde sind ganz speziell darauf gezüchtet, dass sie in und mit der Herde leben. Ganz ohne Schäfer sind sie in der Lage zu entscheiden, ob eine tatsächliche Gefahr vorhanden ist und reagieren entsprechend darauf.

Stellen wir uns nun vor, dass ein bisher freilebender Hund in den stark belebten Vorort einer Großstadt umgesiedelt wird. Wow, je nach Lage des Grundstücks seiner neuen Besitzer hat der Hund viel zu tun, um „die Herde“, also seine neuen Menschen, vor den Eindrücken außerhalb des Zaunes zu verteidigen. Eigentlich ist seine Verhaltensweise nur natürlich. Andererseits ist sie im beschaulichen Vorort (vielleicht) nicht erwünscht.

Obwohl die Besitzer nun versuchen, daran zu arbeiten, um mehr Ruhe in sein und ihr Leben zu bringen, stellen sich keine Erfolge ein. Warum nicht? Ganz klar: Dieser Hund geht seinen vererbten Trieben nach. Sie sind tief in ihm verwurzelt.

Das kann man ihm nicht aberziehen. Man kann nur versuchen, ihn soweit Sicherheit zu geben, dass er den äußeren Eindrücken nicht mehr so stark nachgeht. DAS ist durchaus möglich.

Warum kann es richtig sein, die Rasse zu kennen?

Jeder Hundebesitzer gibt sich mit der Erziehung und Ausbildung seines Hundes die größtmögliche Mühe. In den meisten Fällen werden unterschiedliche Module in der Hundeschule besucht, um ein solides Grundgerüst zu haben. Im optimalen Fall endet die Ausbildung in der Hundeschule mit der Begleithundeprüfung. Auf diese Weise können Hund und Besitzer zeigen, dass sie beide ihre Lektionen gelernt haben.

Was aber, wenn der Hund sich in verschiedenen grundlegenden Disziplinen belehrungsresistent zeigt? Wo sich alle anderen Hunde mit einem „Sitz“ platzieren lassen, legt sich dieser Hund hin. Jedes Mal. Wenn alle beim Kommando „Bleib“ an Ort und Stelle bleiben, steht er auf und schnuppert um sich herum die Umgebung ab oder „überprüft“ das Gelände auf potenzielle Gefahren. Überhaupt ist er sehr kommandoresistent und diskutiert mit dem Besitzer, dass sich die Balken biegen.

Woran dies liegen kann, vermuten die meisten Leser nun schon: Wir haben es mit einem Rasseanteil zu tun, der für seine Eigenständigkeit und beschützende Tendenzen bekannt ist. Richtig geraten – die Herdenschutzhunde fallen genau in diesen Bereich.

Aber bevor nun die Vermutung auftritt, dass Herdis, wie sie auch gerne genannt werden, am häufigsten zu Probleme führen – natürlich kann auch der Mix aus anderen Rassen zu Problemen in der Erziehung führen. Wer etwa mal mit einem Flat-Coated-Retriever-Mischling zu tun hatte und sich mit seinem albernen Verhalten auseinandersetzen musste, weiß wovon gesprochen wird. Aber es nützt ja nichts – der Hund muss erzogen werden, mit all seinem Potenzial, dass ihm von den Elterntieren mitgegeben wurde. Mitunter kann dies auch zu einer Herausforderung für den Hundetrainer werden.

Nein, es ändert den Hund nicht, wenn man die verschiedenen Rasseanteile aufgrund des DNA-Tests für Hunde kennt. ABER man kann sich als Besitzer nun auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen, die so gar nicht in das eigentliche Rassebild passen, einen Reim machen.

Hat man sich erst einmal bewusst gemacht, warum der Hund so tickt, kann man seine Erziehungsmethoden bzw. die gewünschten Lehrinhalte darauf abstimmen. Alleine die Chance, den Hund in einem anderen Licht sehen zu können, bringt Verständnis mit sich.

Verständnis, dass dieser Hund einem ganz anderen Charakter entspricht, als man ihm zuvor zugestehen wollte. Verständnis für das Potenzial, das er mitbringt. Verständnis dafür, dass dieser Hund einfach anders ist als andere. Und mitunter vervollständigt das zusätzliche Potenzial, sodass sich ein Hund mit optimalen Eigenschaften herauskristallisiert.

Wie funktioniert ein DNA Test?

Kein DNA-Test für Hunde ist wie der andere. Für gewöhnlich erhalten Sie ein Set, in dem sich Anwendungshinweise, frankierter Rückumschlag sowie die benötigten Wattestäbchen bzw. -tupfer befinden. Vermutlich ist es kein Geheimnis, dass die Wattestäbchen nun dazu verwendet werden, eine Speichelprobe bei dem Hund zu entnehmen.

Da die Stäbchen mehrere Sekunden lang an der Innenseite der Wangen entlanggestrichen werden müssen, kann dies eine echte Herausforderung sein. Denn nicht jeder Hund wird dies gerne mit sich machen lassen. Sollten Sie schon so eine Ahnung haben, dass Ihr Hund Ihnen diesbezüglich Schwierigkeiten bereitet, ist es sinnvoll, eine zweite Person vor Ort zu haben, die den Hund ablenkt und beruhigt.

Es ist geschafft: Die Probe ist erfolgreich entnommen, der Hund belohnt und Sie können sie nun versandfertig machen. Es wird an den Testanbieter zurückgeschickt. Für gewöhnlich dauert es drei bis vier Wochen, bis das Ergebnis bei Ihnen eintrifft.

Was kostet ein DNA Test?

Der Kostenpunkt für einen Hunde-DNA-Test liegt zwischen EURO 95,00 und EURO 200,00. Das ist natürlich ein wirklich hoher Preis. Deshalb sollten Sie sich ganz genau überlegen, ob der Wunsch nach dem Wissen über die Rassezugehörigkeit wirklich so groß ist, dass man bereit ist, diesen Preis zu bezahlen.

Ist der Hunde-DNA-Test wirklich aussagekräftig?

Wissen Sie, wie der DNA-Test durchgeführt wird? Aus der Speichelprobe werden Körperzellen herausgelöst. Diese werden nun nach so genannten Genmarkern abgesucht. Jede Hunderasse besitzt spezielle Genmarker. Diese sind katalogisiert, sodass die gefundenen Genmarker mit dieser Datenbank abgeglichen werden können. Jeder Treffer bedeutet, dass diese Hunderasse in diesem Hund vorhanden ist. Die Häufigkeit ergibt letztlich den Prozentsatz, mit dem diese Rasse vertreten ist.

Sicherlich werden die Testergebnisse unterschiedlich ausfallen. Denn nicht alle Test-Anbieter haben auch alle Hunderassen in ihrer Datenbank aufgeführt. Es empfiehlt sich also, sich vor Durchführung des Tests darüber zu informieren, wie viele Hunderassen die Datenbank umfasst. Je mehr es sind, desto genauer ist letztlich auch das Ergebnis.

Seien Sie nicht betrübt, wenn es sich „nur“ um zwei Hunderassen handelt, die an der Entstehung Ihres Hundes beteiligt sind. Doch wird es auch Ergebnisse geben, bei denen mehr als vier Hunderassen identifiziert werden können. Denn bei diesen Hunden sind auch die Elterntiere bereits Mischlingshunde gewesen. Diese können entsprechend nicht korrekt zugeordnet werden, weshalb sie nur als „nicht-signifikante“ Rasse geführt werden. Die Aussagekraft eines Tests wird dadurch entsprechend abgemildert.

Welche DNA-Tests für Hunde sind empfehlenswert?

Diverse DNA-Tests sind im Handel erhältlich, daher ist es gar nicht so einfach, den passenden für seinen Hund zu finden. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist natürlich die Anzahl der gelisteten Hunderassen. Ob der Preis tatsächlich eine Rolle spielt, können nur Sie entscheiden. Denn alle Tests befinden sich im hochpreisigen Bereich.

  • Vetevo, mehr als 350 gelistete Hunderassen, Preis circa € 130,00
  • Canix, bis zu 364 gelistete Hunderassen, Preis circa € 120,00
  • Galantos, mehr als 265 gelistete Hunderassen, Preis circa € 120,00
  • DoggoDNA, mehr als 360 gelistete Hunderassen, Preis circa € 100,00
  • Hundelabs, keine Angaben über die gelisteten Hunderassen, Preis circa € 190,00
  • AniDomDiagnostics, mehr als 64 gelistete Hunderassen, Preis circa € 100,00

Sie sehen, dass die Tests sich sehr ähnlich sind. Es obliegt also Ihrem persönlichem Empfinden, welches Labor den Auftrag für einen DNA-Test beim Hund von Ihnen erhält. Natürlich wird das Ergebnis genauer, wenn auf eine große Anzahl Hunderassen zurückgegriffen werden kann.

Das folgende Video zeigt Erfahrungen mit dem DNA Test von vetevo.

FAQ

🐶 Was ist ein Hunde-DNA-Test?

Mit diesem Test kann herausgefunden werden, welche Hunderassen in einem Mischlings-Hund vereint sind. Aufgrund der Tatsache, dass auch Mischlings-Hunde untereinander verpaart werden können, besteht sogar die Option, nicht nur die Eltern, sondern auch die Urahnen des Hundes zu bestimmen. Allerdings bieten nicht alle Labore diesen Dienst an.

🐶 Ist ein Hunde-DNA-Test teuer?

Ein günstiges Vergnügen ist dieser Test leider nicht. Die Preise liegen zwischen € 100,00 und € 200,00.

🐶 Was ist in dem Test-Set enthalten?

Um eine Speichelprobe zu entnehmen, erhalten Sie präparierte Wattestäbchen, die an das Labor zurückgeschickt werden. Dort wird der Test durchgeführt. Die gefundenen Genmarker werden mit der Labor-internen Liste abgeglichen (natürlich voll automatisch). Das Ergebnis erhalten Sie in schriftlicher Form, leicht verständlich versteht sich.

🐶 Warum benötige ich für einen Mischlingshund einen DNA-Test?

Mit unter ist es sinnvoll, die genaue Rassezugehörigkeit eine Mischlingshundes zu kennen. Das Verhalten des Tieres sowie der Umgang mit ihm, die Erziehung von ihm kann auf diese Weise leichter werden. Wird von den „falschen“ Hunderassen ausgegangen, ist das Verhalten, das Potenzial des Tieres unverstanden, was zu einem falschen Umgang mit ihm führt. Sind die Hunderassen und ihre speziellen Eigenschaften aber bekannt, kann man sich darauf einstellen und seine Position dem Hund gegenüber ändern. Der DNA-Test gibt Aufschluss darüber, mit welchem Hund, mit welchem Potenzial man es tatsächlich zu tun hat.

Kategorisiert als:

Hunderassen,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024