Sie besitzen einen Hund und einen groĂen Garten. Eine wunderbare Kombination, denn so besteht die Möglichkeit, dass der Hund sich eigenstĂ€ndig im Garten Bewegung verschafft und, sollte es seinem Naturell entsprechen, auch ein âRevierâ zu bewachen hat. Die Aufmerksamkeit wird vom Besitzer auf andere Dinge abgelenkt, sodass beide, Hunde wie Besitzer, auch einmal ihren eigenen GeschĂ€ften nachgehen können.
Allerdings sollte dafĂŒr Sorge getragen werden, dass der Garten mit einem hundesicheren Zaun eingefriedet ist. Einerseits sorgt der Zaun dafĂŒr, dass der Hund sich nur in seinem Terrain bewegen kann. Andererseits hĂ€lt er andere Tiere wie auch Menschen davon ab, einfach so sein Revier zu durchqueren. Postboten, Lieferanten und Handwerker sowie Freunde und Familie sind von diesem Punkt selbstverstĂ€ndlich ausgeschlossen.
Doch ist nicht jeder Zaun fĂŒr jeden Hund geeignet. Einige ZĂ€une sind nicht einmal ausreichend fĂŒr kleine Hunde. Es gibt also einiges zu beachten, bevor Sie den Zaun eigenhĂ€ndig aufstellen oder einen Fachbetrieb damit beauftragen wollen.
Welchen AnsprĂŒchen muss der sichere Hundezaun genĂŒgen?
Der Zaun muss stabil und robust sein, damit der Hund ihn nicht einfach umrennen kann. Je nach Hunderasse sollte er eine Mindesthöhe besitzen, damit der Hund nicht bis zu einem Meter tief in den Boden eingelassen werden. Denn einige Hunderasse neigen dazu, sich âfrei zu buddelnâ. Dem muss selbstverstĂ€ndlich Einhalt geboten werden. Zudem sollte er selbstverstĂ€ndlich wetter- und witterungsbestĂ€ndig sein, damit er eine lange Lebensdauer aufweisen kann.
Es wÀre optimal, wenn das Material, aus dem der Zaun gefertigt wird, zudem pflegeleicht ist. Schauen wir uns beispielsweise einen Holzzaun an, so ist er optisch zwar sehr schön, muss aber mindestens einmal im Jahr mit frischer Holzschutzlasur versehen werden. Es gibt andere Optionen, die ebenso eine gute Optik aufweisen, als auch eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand erlangen.
Besteht eine gesetzliche Pflicht, den Garten aufgrund eines Hundes einzuzÀunen?
GrundsĂ€tzlich gibt es keine gesetzliche Grundlage, die zum EinzĂ€unen eines GrundstĂŒckes verpflichtet (BGB §903). Dies gilt generell auch fĂŒr Hundebesitzer. Allerdings ist jeder Hundebesitzer zu einer so genannten Sorgfaltspflicht verpflichtet. Das bedeutet, dass er dafĂŒr Sorge zu tragen hat, dass der Hund nicht unaufgefordert das GrundstĂŒck verlĂ€sst und Mensch oder Tier Schaden zufĂŒgen könnte. Dies kann mittels eines Zaunes, der das gesamte GrundstĂŒck umfasst, aber auch durch verschiedene ErziehungsmaĂnahmen durchgefĂŒhrt werden.
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Gemeint ist hier etwa der âunsichtbare Zaunâ. Einerseits ist es praktisch, wenn das Tor immer offenstehen kann. Andererseits darf man nicht vergessen, dass auf diese Weise auch andere Tiere unaufgefordert das GrundstĂŒck betreten könnten. Lassen Sie sich in diesem Punkt von einem geeigneten Hundetrainer unterstĂŒtzen.
Eine Ausnahme bilden bei der Sicherung des GrundstĂŒckes die so genannten Listenhunde. Je nach Region können sie vom Bundesland oder der betroffenen Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Informieren Sie sich diesbezĂŒglich rechtzeitig vor der Anschaffung eines Listenhundes bei dem zustĂ€ndigen Ordnungsamt. Dort werden Sie ĂŒber alle Notwendigkeit zur Einhaltung eventueller Auflagen informiert.
Ebenso kann das Ordnungsamt entsprechende MaĂnahme verhĂ€ngen, wenn es bei einem Hund zu entsprechenden ZwischenfĂ€llen gekommen ist. Wird den Anweisungen des Ordnungsamtes nicht nachgekommen, kann es durchaus auch zu einer gerichtlichen Verordnung zum Einfrieden des GrundstĂŒckes kommen.
Welche Höhe ist als Zaun empfehlenswert?
GrundsĂ€tzlich ist die Höhe des Zaunes vom Hund abhĂ€ngig. Je gröĂer der Hund, desto höher der Zaun. Doch bedenken Sie auch, dass im Zweifelsfall auch von auĂen ein Hund in den Garten springen könnte, wenn ein niedriger Zaun eingesetzt wird. Man kann jedoch bedenkenlos eine Höhe von minimal 100 Zentimeter bis maximal 180 Zentimeter empfehlen. FĂŒr welche Höhe Sie sich entscheiden, ist selbstverstĂ€ndlich auch die Erziehung des Hundes sowie das gesamte Umfeld verantwortlich.
Sie suchen nach einer Formel, um die Höhe des Zaunes zu berechnen? Kein Problem: Multiplizieren Sie die Schulterhöhe Ihres Hundes mit 3 und Sie erhalten die optimale Höhe des Zaunes. Allerdings sollten Sie auch die Hunderasse beachten. So sind einige kleine Hunderassen, wie etwa der Jack Russell Terrier, durchaus in der Lage bis zu 130 Zentimeter hohe Hindernisse zu ĂŒberwinden. Andere groĂe Hunderassen hingegen wĂŒrden niemals springen. Sie sehen, die Entscheidung fĂŒr einen Zaun ist eine ganzheitliche Ăberlegung mit vielen einzelnen Aspekten. Entscheiden Sie weise und zur Sicherheit aller.

Welche Materialien sind besonders geeignet?
Es ist kein Geheimnis â MetallzĂ€une sind am robustesten, wenn ein Garten sicher eingezĂ€unt werden soll. Sie sind Ă€uĂerst langlebig, können mit relativ wenig Aufwand aufgestellt werden und halten den Hund definitiv in seinem Garten. Allerdings gibt es da natĂŒrlich ein paar Unterschiede. Ein Stabmattenzaun kann vielfĂ€ltig gestaltet werden. Ebenso können individuell gefertigte Modelle verwendet werden. Sie haben im Bereich der MetallzĂ€une eine sehr groĂe Auswahl, sodass jeder seinen Wunschzaun aufstellen und sein GrundstĂŒck auf diese Weise einfrieden kann.
Auch der bekannte Maschendrahtzaun gehört zu den Modellen aus Metall. Wer einen kleinen oder mittelgroĂen Hund besitzt, wird mit diesem Modell zufrieden sein. Da es den Maschendrahtzaun in unterschiedlichen StĂ€rken gibt, kann er sogar bei gröĂeren Hunden ausreichend sein. Zudem lĂ€sst er sich auch mit Bepflanzungen oder anderen Werkstoffen kombiniert werden.
Auch der Holzzaun ist ein sehr beliebtes Modell. Allerdings ist dieser nicht fĂŒr alle Hunderassen geeignet. GröĂere Hunde sind durchaus in der Lage, einen Holzzaun, bestehend aus einfachen Holzlatten, mit ihren Körpergewicht zu durchbrechen. Wer an einen Holzzaun denkt, sollte zu stabilen Zaunelementen greifen. Zudem besitzt der Holzzaun nur eine begrenzte Lebensdauer und ist, um gut auszusehen, recht pflegeintensiv. Allerdings kann der Holzzaun auch sehr gut mit anderen Optionen kombiniert werden, etwa einer schwer zu durchdringenden Hecke oder einem zusĂ€tzlichen Maschendrahtzaun.
KunststoffzĂ€une werden immer beliebter. Sie werden aus recyceltem Kunststoff gefertigt. Auch sie sind in unterschiedlichen StĂ€rken und AuffĂŒhrungen erhĂ€ltlich. Zudem lĂ€sst sich der Kunststoff in diversen Farben herstellen.

Welche Zaunart eignet sich am besten als hundesicherer Zaun?
Nicht jede Zaunart ist fĂŒr jeden Zweck geeignet. Deshalb ist es sinnvoll, die unterschiedlichen Zaunarten vorzustellen:
Der Stabmattenzaun
Mit diesem Modell erhalten Sie einen Zaun der gĂŒnstigen Preisklasse, der dennoch stabil und langlebig ist. Zudem sind sie leicht zu montieren, ohne dass das Einschlagen von Pfosten notwendig wĂ€re. Achten Sie darauf, dass es sich bei dem Material um galvanisiertem oder verzinktem Stahl handelt. Dies erhöht die Lebensdauer um einiges.
Den Stabmattenzaun gibt es in vielen unterschiedlichen AusfĂŒhren. FĂŒr Sie als Hundebesitzer ist es wichtig darauf zu achten, dass die StĂ€be eng genug gesteckt sind, damit der Hund den Kopf nicht hindurchstecken kann. Es gilt, sie lieber etwas enger zu wĂ€hlen, zur Sicherheit des Hundes. FĂŒr die Stabmattenversion gibt es passende Tore, die ebenso installiert werden mĂŒssen.
Der Maschendrahtzaun
Hier haben wir es mit der gĂŒnstigeren Variante zu tun. Allerdings ist der Maschendrahtzaun auch weniger stabil als der Stabmattenzaun. Der Maschendrahtzaun sollte in den Boden eingegraben werden, um auch am unteren Ende fĂŒr eine ausreichende StabilitĂ€t zu sorgen. Zudem sollte der Hund sich nicht darunter hindurch graben können. Auch das obere Ende muss durch ein sorgfĂ€ltiges Aufbauen vor dem DurchhĂ€ngen gesichert werden.
Allerdings kann der Zaun, wenn die Hunde dagegen springen, auf Dauer ebenfalls zum âAusleiernâ gebracht werden. Zudem kann es passieren, dass der Hund mit den Krallen im Zaun hĂ€ngenbleibt. Je kleiner die Maschen sind, desto gröĂer ist die Gefahr, dass er sich nicht selbststĂ€ndig befreien kann. Bei zu groĂen Maschen hingegen könnte er mit der ganzen Pfote hindurchrutschen, was zu schweren Verletzungen fĂŒhren könnte.
Der Holzzaun
Spricht man in diesem Zusammenhang von einem Holzzaun, ist von Sichtschutzelementen auszugehen. Sie sind stabil gebaut und werden als Modulsystem zusammengesetzt, sodass letztlich der gesamte Garten oder das von Ihnen vorgegebene Areal, von diesem umgeben ist. FĂŒr den Hund ist somit fĂŒr ausreichende Sicherheit gesorgt. Er kann nicht aus dem Garten entfliehen. Zudem wird er auch nicht von Reizen unterschiedlicher Art, die sich auf der AuĂenseite befinden, abgelenkt bzw. provoziert.
Auch das Modulsystem des Holzzauns ist in unterschiedlichen StĂ€rken und GröĂen erhĂ€ltlich, sodass es Ihren AnsprĂŒchen entsprechend gewĂ€hlt werden kann. Bedenken Sie, dass ein Holzzaun pflegeintensiv ist.
Der Gabionenzaun
Die Gabione muss derart gewĂ€hlt werden, dass sie einerseits hoch genug und andererseits schwer genug ist, damit der Hund sie nicht umwerfen kann. Da Gabionen grundsĂ€tzlich stabil genug sein mĂŒssen, um ihre FĂŒllung konkret am Platz zu halten, sind sie in unterschiedlichen GröĂen und StĂ€rken erhĂ€ltlich. Achten Sie auf eine sorgfĂ€ltige Verarbeitung, damit sich der Hund nicht an scharfen Kanten verletzen kann. Dies gilt auch fĂŒr die Steine.
Auch wenn die Gabione absolut pflegeleicht ist, sollten Sie bedenken, dass die Form eines Zaunes nur schwer zu reparieren ist. Sollte dies notwendig werden, ist die Hilfe eines Fachbetriebes empfehlenswert, damit fĂŒr die StabilitĂ€t des gesamten Zaunes gesorgt werden kann, auch wĂ€hrend des Reparaturvorganges.
Die Steinmauer
Eine professionell gefertigte Steinmauer, die auch in Kombination mit anderen Werkstoffen errichtet werden kann, ist ein guter Schutz. Sie kann die notwendige Höhe und StĂ€rke speziell fĂŒr Ihre Anforderungen erhalten. Die Steinmauer besitzt eine sehr lange Lebensdauer und ist extrem pflegeleicht. Sollten Ausbesserungen notwendig sein, so ist dies problemlos möglich.
Die Betonmauer
Sie wird aus einzelnen Bauteilen gefertigt. Geht es um die sichere Einfriedung zum Schutz des Hundes, sollten die Bauteile mit einer Anti-Kletter-OberflĂ€che versehen sein. Somit kann weder der Hund von der Innenseite aus versuchen, mittels klettern den Garten zu verlassen, noch können wilde Tiere von auĂen eindringen. Die Betonmauer ist nahezu unkaputtbar und benötigt keine Pflege. Einen riesengroĂen Nachteil trĂ€gt diese Variante â optisch werden Sie in Ihrer Nachbarschaft nicht punkten können.
FAQ
đ¶ Ist es zwingend nötig, einen Zaun zu setzen, wenn man einen Hund besitzt?
Eine rechtliche Verpflichtung, ein GrundstĂŒck einzuzĂ€unen, besteht in Deutschland nicht, BGB §903. Jedoch sollte aufgrund der Sorgfaltspflicht sowie eventuellen Vorschriften innerhalb der Haftpflichtversicherung ein Zaun errichtet werden.
đ¶ Wie hoch sollte der Zaun sein?
Nutzen Sie zum Errechnen der Zaunhöhe messen Sie die Höhe der Schulter des Hundes ab und multiplizieren Sie mit 3. Besitzen Sie mehrere Hunde, vermessen Sie bitte das gröĂte Tier.
đ¶ Welches Material ist am besten fĂŒr einen Hundezaun geeignet?
Am robustesten erweist sich Metall. Doch auch Hartkunststoff und Holz werden gerne eingesetzt.
đ¶ Können Hunde sich auch unter dem Zaun hindurch graben?
Einige Hunderassen sind besonders begeistert am Graben von Löchern. Bei ihnen sollte entweder ein tiefes Fundament oder ein tief eingelassener Kaninchendraht in den Boden eingelassen werden. Dieser hĂ€lt den Hund vom unterirdischen AusreiĂen ab.