Wir alle kennen ihn aus dem Fernsehen – Lassie! Und genau so sieht er aus, der Langhaarcollie. Die Fernsehserie hat ihn zu einem gewissen Ruhm verholfen. Er ist tatsächlich so toll, wie er in der Serie beschrieben wird: Intelligent, empathisch und vorausschauend, sportlich und schön. Eigentlich ein Hütehund hat er sich als idealer Familienhund etabliert!

Charakter des Langhaarcollie

Ein erstauntlicher Hund, der scheinbar nur positive Eigenschaften in sich trägt:

  • unkompliziert
  • treu
  • anpassungsfähig
  • gutmütig
  • anhänglich
  • intelligent
  • wissbegierig
  • lernbegierig

Es sind unter anderem diese Eigenschaften, die den Langhaarcollie zu einem Anfängerhund machen. Selbst wenn Fehler gemacht und mit dem Hundetrainer ausgemerzt werden, der Langhaarcollie wird sie alle verzeihen können. Dennoch: Liebevolle, ruhige Konsequenz ist auch bei ihm notwendig, damit er eine solide und fundierte Hundeausbildung erhält.

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Der geschichtliche Hintergrund des Langhaarcollie

Die geschichtlichen Aufzeichnungen besagen, dass die Vorfahren der Collies bereits im 13. Jahrhundert zum Hüten und Treiben der Schafherden eingesetzt wurden. Von den Schafen erhielten sie auch ihren Namen. Denn die Schafe mit schwarzen Gesichtern wurden „Colleys“ genannt. Dies wurde dann später auf den Hund übertragen. Der tatsächliche Ursprung geht vermutlich auf die Römerzeit zurück. Zu dieser Zeit wurden die einheimischen Hütehunde der britischen Insel mit den Treibhunden der römischen Truppen gekreuzt. Dies geschah im 5. Jahrhundert.

Aufgrund der Abgelegenheit der schottischen Höfe blieben die damaligen Hütehunde für lange Zeit isoliert und frei von Fremdeinflüssen. Die Farbgebung entstannt übrigens ebenfalls im Hochland. Mit den noch heute vorhandenen Farben konnte man sie sowohl im Hochmoor als auch in den Highlands wesentlich besser erkennen und von den Schafen klar unterscheiden.

Im 19. Jahrhundert fand der Langhaarcollie seinen Weg in die adligen Häuser. Königin Victoria war ein großer Freund dieser Rasse.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Langhaarcollie mit den Auswanderungswellen nach USA und Australien seinen Weg auch in diese Regionen fand. Dort haben sich eigene Zuchtlinien gebildet. So ist der Langhaarcollie der Ahn der heutigen australischen Hütehunde Cattle Dog und Kelpie. In Amerika hingegen entstand sogar ein eigener Standard für den „Amerikanischen Rough-Collie“.

Die Farben des Langhaarcollie

Das Fell eines jeden Langhaarcollie ist sein Erkennungszeichen. Es ist lang und glatt. Im Kombination mit dem weichen und sehr dichten Unterfell / Unterwolle wirkt das gesamte Fellkleid sehr voluminös. Es wird bevorzugt, dass der Hund eine ausgeprägte Mähne sowie eine Halskrause aufzeigt, sodass das gewohnte, adlige Bild entsteht.

Drei Farben bzw. Farbkombinationen werden für die britische Linie, die vom FCI anerkannt ist, akzeptiert:

  • Tricolor, also die Farben Schwarz, Weiß und Tan
  • Blue-Merle, marmoriert in Blau-Grau
  • Sable-White (Weiß-Zobel)

Zudem gibt es eine amerikanische Linie, in der auch der weiße Collie zulässig ist. Bei ihm ist die typische Collie-Zeichnung in Blue-Merle, Tricolor oder Sable-White nur am Kopf zu finden. Das restliche Fellkleid zeigt sich in einem einheitlichen Weiß.

Ehemals hat es auch einen schwarzen Collie gegeben. Da dieser jedoch weder in der britischen noch in der amerikanischen Linie akzeptiert wurde, hat man seine Züchtung nicht mehr verfolgt, wodurch die Exemplare mittlerweile nicht mehr vorhanden.

Die Pflege des Fellkleides ist nicht so aufwendig, wie man denken mag. Es genügt, ihn alle zwei Wochen wirklich gründlich durchzubürsten. Achten Sie dabei unbedingt auf die Stellen hinter den Ohren sowie an den Läufen. Sie verfilzen leicht. Mitunter müssen sie vorzeitig kurz gebürstet werden. Wer seinem Collie etwas vermeintlich Gutes tun möchte und ihn deshalb täglich bürstet, läuft Gefahr, dass die Unterwolle zu stark ausgebürstet wird. Dies würde im Winter den Schutz vor Wind und Kälte, im Sommer den Isolierungseffekt mindern.

Welche Ansprüche stellt der Langhaarcollie?

Sicherlich macht der Langhaarcollie alle Späßchen mit, die die Kinder der Familie mit ihm anstellen. Sicherlich kann er auch einmal einen Tag mit etwas weniger Bewegung auskommen. ABER: Er hat als ehemaliger Hütehund einen gewissen Bewegungsdrang. Diesem muss mehrmals täglich nachgegeben werden. Er hat recht viel Ausdauer, wenn es um das Spazierengehen geht.

Der Langhaarcollie benötigt einen ruhigen Platz im Haus, auf den er sich bei zu viel Trubel oder Müdigkeit zurückziehen kann. Denn er besteht darauf, bei seinen Menschen im Haus zu nächtigen.

Aufgrund seiner gesundheitlichen Prädisposition ist es wichtig, ihn regelmäßig beim Tierarzt vorzustellen. Vorsicht ist in diesem Fall besser als Nachsicht.

Der Langhaarcollie und seine Gesundheit

Der so genannte „Lassie-Boom“ hat dazu geführt, dass viele unseriöse Züchter, oftmals auch nur Vermehrer genannt, auf dem Plan erschienen. Ohne gesundheitliche Test und natürlich auch ohne Papiere sind viele Hunde an den Mann gebracht worden. Leider ging dies nicht ohne Folgeerscheinungen über die Bühne. Verhaltensauffälligkeiten, die bisher nicht bekannt waren, tauchten vielfach auf, etwa Nervosität oder starke Schüchternheit. Leider kam es auch zu genetisch bedingten Erbkrankheiten, die dadurch entstanden sind, dass die Hunde ohne gesundheitliche Untersuchung zur Zucht verwendet wurden. Normalerweise werden Zuchttiere, die entsprechende Genmarker aufweisen, aus der Zucht herausgenommen. Noch heute versucht man, diese Erbkrankheiten aus der Zucht zu eliminieren.

Glücklicherweise haben sich die seriösen Züchter wieder besonnen, sodass verstärkt der ursprüngliche, robuste Collie-Typ hervorgebracht wird. Dank der fortgeschrittenen Technik sind verscheidene rassetypische Krankheiten zurückgedrängt worden. Teilweise war eine vollständige Eliminierung noch nicht möglich. Der seriöse Züchter hält sich in Bezug auf die Zucht strikt an den Standard des FCI, hält alle Zuchtversuche und geplante Würfe in Zuchtbüchern fest. Nur auf diese Weise können die entstandenen Gendefekte bekämpft werden, um die Gesundheit und rassespezifischen Merkmale der Rasse wieder zu stärken.

Dennoch gibt es einige collie-typische Krankheiten, auf die man sich einstellen sollte, wenn man diese Hund in die Familie aufnehmen möchte:

  • MDR1-Defekt: Dieser Gendefekt führt zu einer Überempfindlichkeite gegenüber verschiedenen Arzneimitteln. Würden diese verabreicht werden, könnte es zu Erbrechen, Lähmungserscheinungen, aber auch zum Tode kommen. Jeder Collie sollte sich deshalb einem entsprechenden Gentest unterwerfen, um eine Bestätigung zu erhalten, ob er betroffen ist oder nicht. Sollte ein Hund betroffen sein, ist es wichtig, eine Notfallkarte mitzuführen, um auch fremden Tierärzten bei Bedarf sofort Auskunft geben zu können.
  • Collie Eye Anomaly: Im leichten Fall kann es zu Beeinträchtigungen der Sehkraft kommen. Im schweren Fall führt es zur Blindheit.
  • Dermatomyositis: Eine Muskelerkrankung, von der Collie-Welpen und -junghunde relativ häufig betroffen sind.
  • Paarungs-Verbot: Die Verpaarung zweier Merle-farbener Tiere kann zu Blindheit und Taubheit der Nachkommen führen. Aus diesem Grund hat man in vielen Ländern diese Paarungskombination verboten.

Vor- und Nachteile des Langhaarcollie

Er ist der perfekte Familienhund. ABER man muss sich darüber im Klaren sein, dass er keine Stunden zu Hause alleine bleiben wird. In einer Familie, in der beide Eltern arbeiten und die Kinder bis nachmittags in der Schule bleiben, würde dieser Hund unglücklich werden. Denn er möchte einfach überall mit hin. Ansonsten ist er absolut leicht im Umgang und in der Pflege.

Die gesundheitliche Prädisposition, die ihm innewohnt, macht es notwendig, öfter mit ihm zum Tierarzt zu gehen, als es mit anderen Hunden notwendig wäre. Das ist natürlich ein finanzieller Faktor, der bedacht werden will. Auch kann sich eine entsprechende Versicherung für ihn bezahlt machen.

Der perfekte Mensch für einen Langhaarcollie

  • ist ein Familienmensch
  • integriert seinen Hund vollständig in den Familienverband
  • lässt seinen Hund nur ungerne alleine und stört sich nicht daran, dass ihm der Hund ohnehin überall hin folgen wird
  • ist sich über die gesundheitlichen Probleme und Prädispositionen des Tieres und den damit verbundenen Besuchen beim Tierarzt im Klaren
  • hat keine Angst vor langen Spaziergängen, egal welche Witterung sich gerade zeigt
  • besitzt einen Garten, in dem der Hund sich mit oder ohne seine Menschen bewegen kann
  • nimmt seinen Hund mit Vorliebe überall mit hin

Die Welpen des Langhaarcollie kaufen

Zunächst einmal müssen Sie zu diesem Zweck einen seriösen Züchter finden. Einen Züchter, der seine Zuchttiere regelmäßig untersuchen und impfen lässt. Einen seriösen Züchter kann man förmlich alles fragen, was mit der Rasse, aber auch der Aufzucht der Welpen und deren Ausbildung zu tun hat.

Der seriöse Züchter ist immer gerne bereit, sein Wissen mit der neuen Familie seiner Welpen zu teilen. Schließlich möchte er sie in besten Händen wissen. Am besten sucht man nach einem Züchter, der im VDH registriert ist. Sie alle halten sich an die Zuchtvorgaben, die im Standard recht hoch und sehr streng angesetzt sind. So kann man gewährleisten, einen gesunden Welpen zu bekommen.

Langhaarcollie-Welpe
Langhaarcollie-Welpe | Foto: Madrabothair / Depositphotos.com

Wundern Sie sich nicht, wenn der Züchter nach Ihren Lebensverhältnissen fragt. Er wird Sie freiwillig durch seine Zuchträume führen, die Hunde zeigen und natürlich auch die Ausläufe. Und wenn Sie zusammenkommen, wird er Sie einladen, den Welpen ab der 5. Lebenswoche zu besuchen, damit Sie sich schon anfreunden können, bevor der Umzug stattfindet.

Es versteht sich von selbst, dass Sie bei der Übernahme alle notwendigen Papiere, inklusive Impfpass, erhalten werden.

Und hat der Umzug stattgefunden und Sie haben Fragen oder Probleme, wird der seriöse Züchter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Denn das ist er seinen Welpen schuldig!

Erste Ausstattung für den Langhaarcollie

Hundefutter für den Langhaarcollie

Der Langhaarcollie nimmt jedes Futter an, dass Sie ihm anbieten werden. Daher ist es Ihre Aufgabe für eine hohe Qualität des Futters zu sorgen. Trockenfutter, Naßfutter, BARFEN oder selbst gekocht – es kommt auf die Qualität und den Bedarf des Hundes an, wie viel er bekommen wird.

Sollten Sie diesbezüglich nicht fündig werden, fragen Sie den Züchter, den Tierarzt oder den Fachberater im Futterfachgeschäft. Sie alle werden um die Besonderheiten der verschiedenen Futtermittelhersteller wissen und eine gute Ernährungsberatung geben können. Diese können Sie übrigens auch bei einem versierten Tierheilpraktiker erhalten.

FAQ

Fazit

Nach wie vor ist „Lassie“ der Inbegriff eines Familienhundes, des besten Freundes aller Kinder. Egal, welche Aufgabe man ihm stellt, er möchte sie bewältigen, um seinem Menschen zu gefallen.

Dieser Hund ist dermaßen unkompliziert, dass es schon auffällig erscheint. Aber er ist tatsächlich so. Wer sich mit einem Langhaarcollie anfreundet, sollte wissen, dass er damit eine Freundschaft fürs Leben eingeht.

Hier finden Sie Infos zum Kurzhaarcollie.

Kategorisiert als:

Hunderassen,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024