Der Begriff „Ellenbogendysplasie“ ist den meisten Hundebesitzern bekannt. Was sich aber genau dahinter verbirgt, ergibt für die viele ein eher schwammiges Bild. Um ein klares Bild dieser Erkrankung zeichnen zu können und diesen Gerüchten ein Ende zu bereiten, soll die ED heute einmal von allen Seiten betrachtet werden.

Die Ellenbogendysplasie – was ist das eigentlich genau?

Landläufig wird davon ausgegangen, dass es sich bei der ED um ein konkretes, klar umrissenes Krankheitsbild handelt. Genau genommen aber ist die Ellenbogendysplasie ein Sammelbegriff. Dieser umfasst diverse Fehlbildungen der Ellenbogengelenke. Sie weisen unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsbilder auf. Überwiegend sind von diesen Problemen große, schwere Hunderassen betroffen. Aber auch andere Hunderassen, die ein sehr schnelles Knochenwachstum aufweisen, können davon betroffen sein. Bereits im Alter von vier bis acht Monaten kann die ED erstmalig diagnostiziert werden.

Um das Ausmaß dieser Erkrankung verstehen zu können, sollte der Aufbau des Ellenbogens bekannt sein. Dieser besteht aus drei Knochen:

  • Dem Humerus / dem Oberarmknochen
  • Der Ulna / der Elle
  • Dem Radius / der Speiche

Wird eine ED diagnostiziert, sind Veränderungen an den Gelenksflächen der beteiligten Knochen sichtbar. Dies führt dazu, dass sie nicht mehr korrekt aufeinander bzw. ineinander passen. Die Funktion des Gelenks wird dadurch stark gestört. Die Veränderungen, die die ED hervorruft, zeigen sich bei jedem betroffenen Hund anders. So können sie in der Ausprägung, in der Art, insbesondere aber an Ort des Geschehens stark voneinander abweichen. Zudem gibt es Fälle, in denen lediglich ein Knochen betroffen ist. In sehr schweren sind tatsächlich alle drei Knochen von den Veränderungen betroffen.

Grundsätzlich kann die ED verschiedenen Ursprungs sein. Auch kann sie sich bei jedem Hund anders zeigen, sodass man unterschiedliche Krankheitsbilder betrachtet, um letztlich die Diagnose ED zu stellen. Mitunter zeigt sich eine einzige Erkrankung verantwortlich für das Entstehen. In anderen Fällen spielen mehrere Elemente der Entstehung der ED in die Hände.

Die möglichen Grunderkrankungen

Für das weiterführende Verständnis sollen die unterschiedlichen Krankheitsbilder hier aufgeführt werden.

FPC, der fragmentierte Processus coronoideus

Bei dem Processus coronoideus handelt es sich um den Kronfortsatz. Dies ist eine knöcherne Kante an der Innenseite der Ulna. Der Kronfortsatz löst sich bei diesem Krankheitsbild teilweise oder vollständig ab. Typisch für diese Entwicklung ist die so genannte Anlauflahmheit. Dies bedeutet, dass der Hund sich „einläuft“. Die Innenseite des Ellenbogens zeigt sich empfindlich auf Druck. Wird der Ellenbogen weit gestreckt oder gebeugt, reagiert das Tier ebenfalls mit Schmerz. Nicht immer kann ein Röntgenbild oder eine Computertomographie (CT) ein FPC gut darstellen. Die Ursache für diese Problematik liegt größtenteils immer noch im Dunkeln.

OCD, die Osteochondrosis dissecans

Bei der OCD ist der innere Oberarmknochen im Bereich des Ellenbogens betroffen. Vorwiegend trifft es die Gelenkfläche, an der der Knorpel aufgrund unzureichender Versorgung nach und nach abstirbt. Dies führt letztlich zur Ablösung des Knorpels von der Gelenkfläche. Dieser löst sich in Schuppen, die dann innerhalb des Gelenks für Schmerzreaktionen sorgen. Die OCD lässt sich im Röntgenbild für gewöhnlich gut darstellen. Im Zweifelsfall ergibt ein CT ein besseres Bild. Auch kann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt werden.

Der isolierte Processus ancanaeus

Es handelt sich um eine Störung der Entwicklung der Elle. Dieser Knochenfortsatz erfährt in den ersten Lebenswochen ein selbstständiges Wachstum, um dann zwischen der achtzehnten und vierundzwanzigsten Lebenswoche mit der Elle zu verwachsen. Kommt es nicht zum Zusammenwachsen, wird vom isolierten Processus ancanaeus gesprochen. Die Diagnose erfolgt über das Röntgenbild.

Inkongruenz des Ellenbogengelenks

Die Gelenkflächen der drei beteiligten Knochen passen bei diesem Krankheitsbild nicht korrekt zusammen. Dieses Problem stellt sich individuell dar, führt aber stets zu einem Ungleichgewicht der Lastenverteilung. Dies zieht unweigerlich einen erhöhten, beschleunigten Verschleiß nach sich. Ursächlich ist meist eine Wachstumsstörung der Elle oder der Speiche für diese Problematik verantwortlich. Der Organismus versucht sich selber zu helfen, indem er Osteophyten bildet. Dies sind auf dem Röntgenbild deutlich erkennbar. Als Folgeerscheinung treten arthrotische Symptome auf.

Schweregrade der Ellenbogendysplasie

Da die unterschiedlichen Erscheinungsbilder mit unterschiedlicher Schwere auftreten, wird die ED grundsätzlich in Schweregrade eingeteilt. Diese richten sich nach den entstandenen Veränderungen am Gelenk bzw. den beteiligten Knochen.

  • Grad 0: ein gesundes Ellenbogengelenk
  • Grad 1und Grad 2: die beschriebenen Krankheitsbilder in unterschiedlicher Schwere
  • Grad 3: Hierbei weist das Ellenbogengelenk eine schwere Arthrose auf. Es können knöcherne Ausläufer von 5mm Länge und mehr ausgemacht werden. Die funktionelle Beeinträchtigung ist sehr weit fortgeschritten.

Gibt es konkrete Ursachen für eine Ellenbogendysplasie?

In den meisten Fällen ist eine vererbliche Komponente zu erkennen. Dies ist auch der Grund dafür, warum Züchter stets gebeten werden, sowohl die Zuchttiere, als auch die Welpen in Hinsicht auf eine potenzielle ED vom Tierarzt überprüfen zu lassen. Zuchttiere, die eine derartige Komponente aufweisen, sollten vorsichtshalber aus dem Zuchtbetrieb herausgenommen werden. Die Zuchtverbände fordern diesbezüglich einen einwandfreien, röntgenologischen Nachweis. Das Problem liegt jedoch darin, dass ein Tier nicht zwangsläufig eine ED entwickeln muss. Oftmals sind sie auch lediglich Träger und können die Veranlagung dennoch vererben. Aus diesem Grunde werden auch die Welpen regelmäßig vom seriösen Züchter für entsprechende Untersuchungen dem Tierarzt vorgestellt. Auch die ED-Träger sollten den Zuchtverbänden gemeldet werden, da es eine entsprechende Datenbank dafür gibt.

Unter anderem kann eine körperliche Überlastung in der Wachstumsphase eines Welpens darüber entscheiden, ob sich im späteren Verlauf eine ED ergeben wird. So sollte bei großen Hunderassen IMMER auf das Treppensteigen sowie das Springen in das Auto und wieder heraus verzichtet werden, solange der Hund nicht ausgewachsen ist. An diesem Punkt ist der Besitzer zur Unterstützung gefragt. In Bezug auf Treppen sollte sich der Hund am besten ausschließlich ebenerdig aufhalten. Selbstverständlich gilt dies auch für alle kleineren Hunderassen.

Es kann nicht immer vermieden werden. Doch sollten Traumata jeglicher Art an den Extremitäten verhindert werden. Dies bedeutet, dass wilde Zieh- und Zerrspiele, Apportieren mit plötzlichen Stopps und zu wilde Spielereien unter Hunden gar nicht erst angeboten werden. Sicherlich kann man die Spielereien mit anderen Hunden nicht immer kontrollieren. Ballspiele können nach dem Auswachsen selbstverständlich in kontrollierter Form stattfinden. Warum dieser Aufwand betrieben werden sollte? Die knöchernen Fortsätze können bei extremer Belastung recht schnell abreißen. Aufgrund der Belastung, die bereits bei normaler Belastung auf dem Ellenbogengelenk liegt, ist eine vollständige Ausheilung nicht leicht.

Was vielen Besitzern nicht bewusst ist, ist die korrekte Fütterung in der Wachstumsphase. Es bedarf ein sehr abgestimmtes Verhältnis der verschiedenen Nährstoffe. Insbesondere die Komponenten Phosphor und Calcium sollten Beachtung finden, da ein Überangebot zu einer ungünstigen Gelenksentwicklung führen kann. Aus diesem Grunde sollte ein gutes Welpenfutter eingesetzt werden. Beachten Sie die unterschiedlichen Abstufungen hinsichtlich des Welpenalters. Jeder seriöse Züchter wird Ihnen gerne eine Futterempfehlung mit auf den Weg geben. Auch eine Ernährungsberatung beim Tierarzt ist möglich, um den Welpen bestmöglich zu versorgen.

ACHTUNG – Übergewicht: Bei großen Hunderassen ist es unumgänglich auf das Gewicht zu achten. Sie tragen ohnehin schon schwer an ihrem ganz persönlichen Normalgewicht. Jedes Gramm zu viel schlägt sich auf die Gelenke nieder. Sicherlich trifft dieser Punkt auch auf die kleineren Hunderassen zu. Doch fallen sie bei einem geringen Übergewicht bei ihnen noch nicht sehr ins Gewicht. Bei den großen Hunderassen jedoch ist das Gewicht ein sehr entscheidendes Element, das leider vielfach unterschätzt wird. Zudem ist ein Übergewicht bei jungen Tieren, selbst wenn es später abgebaut wird, ein entscheidender Faktor bei der Entstehung einer ED. Achten Sie daher in der Wachstumsphase unbedingt auf das korrekte Gewicht Ihres Welpen.

Kann eine ED bereits anhand der äußerlichen Symptome erkannt werden?

Als Leitsymptom einer ED kann die Lahmheit der vorderen Extremitäten genannt werden. Sie zeigt sich in einem veränderten Gangbild. Ein Hund mit einer ED humpelt, lahmt und scheint Schmerzen beim Aufsetzen der Vorderbeine zu haben. Die Beine werden in einer sehr charakteristischen Weise nach vorn geführt. Auffällig ist daran, dass die Ellenbogengelenke dabei entlastet werden.

Das Ellenbogengelenk ist nur eingeschränkt beweglich. Nach einer Ruhephase zeigen sich Steifigkeit und Lahmheit. Ähnlich wie bei einer Arthrose läuft sich das Tier ein, sodass das steife, lahme Gangbild sich nach kurzer Zeit wieder gibt.

Als Begleiterscheinungen stellen sich häufig Schwellungen sowie Schmerzen ein. Eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung lässt sich in der Gelenkkapsel feststellen. Bei den Untersuchungen des Ellenbogens können knirschende oder knackende Geräusche auftreten. Sie entstehen durch das Aufeinanderreiben der ungleichmäßigen Gelenkflächen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei ED?

Verschiedene Optionen stehen zur Verfügung. Sie sind vom Schweregrad der ED abhängig.

  • Schmerzlinderung und Entzündungshemmung wird mittels Medikamentengabe angestrebt. Sie ist meist die erste Maßnahme. Ist die ED eindeutig diagnostiziert, kann eine Dauergabe der Medikamente notwendig werden. Um stets richtig auf die Präparate eingestellt zu sein, sind regelmäßige Kontrollen notwendig.
  • Ist es zu lösgelösten Knorpel- oder Knochenstückchen gekommen, kann eine Operation notwendig sein, um diese aus dem Gelenksbereich zu entfernen. Verbleiben sie dort, können die Beschwerden sich verstärken. Zudem wird durch das Verbleiben der Knorpel- bzw. Gelenkstückchen die Entstehung einer Arthrose gefördert. Gelenk-Operationen gehören zwar zu den üblichen Operationen, die in einer entsprechenden Tierklinik durchgeführt werden. Auch wenn sie zur Routine gehören, ist die Operation an einem Gelenk immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Nach einer Operation am Ellenbogen ist eine streng einzuhaltende Ruhephase einzuhalten. Sie dauert ungefähr drei bis fünf Wochen an. Es versteht sich von selbst, dass der Hund danach immer noch für einen längeren Zeitraum das Leben im Schongang absolvieren muss. Nach und nach kann das Tempo wieder angezogen werden. Ist eine mikroinvasive Operationsmethode möglich, verkürzt sich die Regenerationszeit. Sprechen Sie die bestmögliche Eingriffsvariante mit dem behandelnden Tierarzt ab.

Selbstverständlich haben Sie als Hundebesitzer zusätzlich Optionen, um den Hund sowohl mit als auch ohne Operation zu unterstützen.

  • Die Ellenbogenbandage: Sie polstert, stützt und wärmt den Ellenbogen. Mit ihrer Unterstützung können Salbenverbände problemlos eingesetzt werden. Zudem ist es möglich, Kühl- oder Wärmekissen mit dieser Bandage zum Einsatz zu bringen.
  • Die Schulteradduktionsbandage: Sie unterstützt die Stabilisierung von Ellenbogen- und Schultergelenk. Der Bewegungsradius der beiden Gelenke wird eingeschränkt. Ein normales Gehen des Hundes wird dadurch nicht behindert. Im Gegenteil – die Bewegung der Extremität wird geführt, sodass Fehltritte vermieden werden. Sowohl überlastete als auch bereits geschädigte Gelenke werden entlastet und können sich besser regenerieren.
  • Eine Orthese: Sie wird auf jeden Hund speziell zugeschnitten, um Gelenk und Bewegungsapparat so gut wie möglich zu stützen und unterstützen. Bei welchem Hund eine Orthese Sinn machen kann, muss individuell entschieden werden. Hier ist das Fachwissen eines Orthesenmeisters gefragt. Dieser agiert anhand der bildgebenden Unterlagen der Tierklinik.
  • Massagen: Nein, sie können das Krankheitsgeschehen nicht ändern. Aber sie können die verspannte Muskulatur entspannen und damit Schmerzen lindern und die allgemeine Entspannung des Tieres fördern.
  • Naturheilkundliche Unterstützung: Arnica-Umschläge, Murmeltieröl, homöopathische Mittel, Kräuterauflagen und Akupunkur können den Organismus unterstützen, um das bestmögliche Wohlbefinden herzustellen. Lassen Sie sich diesbezüglich eingehend vom Tierheilpraktiker, Tierhphysiotherapeuten oder Tierarzt beraten. Ein individueller Einsatz der Möglichkeiten ist notwendig.

Zeigt sich die ED bei allen Tieren ungefähr gleich?

Grundsätzlich ist die ED bei allen Tierarten und auch beim Menschen eine mögliche Erkrankung. Bei den Hunden tritt sie allerdings überverhältnismäßig oft auf. Als Grund hierfür wird die Abweichung von der Urform des Wolfs genannt. Verantwortlich sind die vielen verschiedenen Zuchtformen, die sich im Laufe der Jahrhunderte ergeben haben. Sie bringen Nachteile in der optimalen Anatomie mit sich, die letztlich zu den genannten Problemen führen.

Insbesondere sind Hunderassen betroffen, die nicht nur groß und schwer werden. Auch ein schnelles Knochenwachstum im Welpenalter fordert seinen Tribut. Zu den Hunderassen, die diesbezüglich ein erhöhtes Risiko aufweisen, gehören unter anderem alle Sennenhunde, der Deutsche Schäferhund, Neufundländer, der Labrador Retriever sowie die Bordeaux-Doggen. Aufgrund ihrer Disposition sind die Zuchtanforderungen in diesem Punkt eindeutig.

Was man gegen die ED tun kann

Es ist nicht notwendig, Hunde der besagten Rassen auf Watte zu betten. Und doch sollten Sie versuchen, den Alltag so gelenkschonend wie möglich zu gestalten.

  • Vermeiden Sie Treppen, insbesondere steile. Natürlich können einige Stufen bis zur Haustür bewältigt werden. Besteht jedoch die Option, einen gleichmäßigen Anstieg, ähnlich einer Rollstuhlrampe, zu schaffen, würde dies dem Hund sehr entgegenkommen. Treppen ins Obergeschoss oder in den Keller sollten mit einem Sicherheitsgitter abgesperrt werden, damit der Hund gar nicht erst in Versuchung gerät. Ein Stammplatz im Erdgeschoss ist optimal.
  • Unterstützen Sie den Hund beim Ein- und Aussteigen ins Auto. Verwenden Sie eine stabile Rampe oder ein ähnliches Hilfsmittel, sodass er bedingt eigenständig ins Auto steigen kann. Sicherlich ist es nur gut gemeint, wenn Sie den Welpen einfach ins Auto hineinheben. Doch kann er sich schnell an diese Sonderbehandlung gewöhnen. Besser ist es, ihn so früh wie möglich an die Rampe bzw. Einstiegshilfe zu gewöhnen. Kennt er es nicht anders, wird er diesen Weg des Einstiegs bis ins hohe Alter gerne nutzen.
  • Übertreiben Sie es nicht mit der Länge der Spaziergänge. Dies gilt insbesondere für die Wachstumsphase, das Welpenalter. Gerade in dieser Zeit muss man sich als Besitzer oftmals zurückhalten, um nicht mit seinem Hund loszumarschieren. Doch auch der ausgewachsene Hund kann nicht unendlich lange laufen – auch wenn er es anbietet. Deshalb ist es wichtig, ihm entsprechende Ruhepausen anzubieten. Auf einer Wanderung können auch schon kleinere Pausen in regelmäßigen Abständen die Entspannung der Gelenke mit sich bringen, die der Hund benötigt. Achten Sie auf die kleinen Anzeichen, die eine Überbelastung mit sich bringen kann. Haben Sie das Gefühl, dass der Hund die normale Länge eines Spazierganges nur noch mit Schwierigkeiten bewältigen kann, lassen Sie dies bitte vom Tierarzt überprüfen. Verkürzen Sie die Spaziergänge und gehen lieber einmal mehr mit ihm los. Dies dazwischen liegenden Ruhepausen werden dem Hund sicherlich guttun.
  • Hundesport ist heutzutage ein großes Thema. Doch ist bei diesen Hunderassen darauf zu achten, dass die richtige Hundesportart ausgewählt wird. Hooping, Mantrailing – alle Optionen, die gelenkschonend sind, stehen auf der Agenda.

FAQ

🐶 Kann jeder Hund Ellenbogendysplasie bekommen?

Theoretisch kann dieses Krankheitsbild bei jedem Hund auftreten. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts tritt sie jedoch vermehrt bei großen Hunderassen auf. Einige Rassen weisen zudem eine Disposition für ED auf, Neufundländer, Sennenhunde, der Deutsche Schäferhund, Labrador Retriever sowie die Bordeaux Dogge.

🐶 Ist die Ellenbogendysplasie ein eindeutige Krankheitsgeschehen?

Nein, die Symptomatik ist zwar in allen Fällen ein typisches Erscheinungsbild. Die Ursachen aber können unterschiedlich sein. Grundsätzlich ist das Ellenbogengelenk direkt oder einer der beteiligten Knochen ursächlich für die Beschwerden. Die Diagnose ergibt letztlich, um welches Erscheinungsbild es sich handelt. Dementsprechend wird eine Therapie zusammengestellt.

🐶 Kann der Ellenbogendysplasie vorgebeugt werden?

Es gibt unterschiedliche Maßnahmen, um das Risiko für den Hund zu minimieren. Hierzu gehört der ebenerdige Aufenthalt, die Einhaltung des optimalen Gewichts sowie eine optimale, ausgewogene Ernährung im Welpenalter. Ebenso sollten Spaziergänge im Welpenalter sehr kurz gehalten werden. Wilde Spiele sind in diesem Alter nicht angesagt. Sollte ein Hundesport erwünscht sein, sollte auch dieser dem Naturell des Hundes angepasst sein.

🐶 Muss diese Diagnose unweigerlich zu einer Operation führen?

Die ED wird in verschiedene Schweregrade eingestuft. Während bei Grad 1 vermutlich eher zu schmerzstillenden und entzündungslindernden Medikamenten gegriffen wird, kann bei einem Grad 3 vermutlich nur die Operation helfen. Jeder Fall ist einzigartig und muss individuell begutachtet werden. So wird jede Therapie individuell aufgrund der endgültigen Diagnose, die stets durch bildgebende Maßnahmen unterstützt wird, für den Hund zusammengestellt.

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Gesundheit,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024