Hunde führen schon seit langem die Liste der beliebtesten Haustiere an. Doch ist es erstaunlich, welch einen Stellenwert sie tatsächlich für ihre Besitzer annehmen. Er steigt immer weiter an und ist offensichtlich nicht zu stoppen. So ist es kein Wunder, dass der Hund bestmöglich versorgt werden soll. Dies zeigt sich auch in den neuesten Errungenschaften der Heimtierindustrie.

Es versteht sich von selbst, dass der Hund ein vernünftiges und natürlich eigenes Hundebett benötigt. Doch ist es schon lange nicht mehr ausreichend, dass Hund auf dem Fußboden, dem Teppich oder einer einfachen Decke schläft. Somit werden Sie sich einer Vielzahl von Modellen und Ausfertigungen gegenübersehen, wenn Sie ein Hundebett für Ihren Vierbeiner kaufen wollen. Worauf aber ist zu achten, um das bestmögliche Hundebett für Ihren Hund zu erstehen?

Der individuelle Schlafbedarf beim Hund

Denken wir an einen Hund, sehen wir den laufenden, springenden, spielenden Vierbeiner vor uns. Dabei vergessen wir vollkommen, dass jeder Hund ein ausgeprägtes, aber doch individuelles Ruhebedürfnis besitzt. Der Hund unterscheidet dabei zwischen echtem, tiefem Schlaf, dösen und einfachem entspannen. Dabei verbringt er ein Minimum von zehn und ein Maximum von zwanzig Stunden am Tag.

Vielleicht wechselt er dabei des öfteren seine Schlaf- bzw. Ruheposition oder sucht sich einen ganz anderen Platz. Und doch befindet er sich in dieser Zeitspanne im absoluten Entspannungsmodus. Wie viel Ruhezeit Ihr eigener Hund benötigt, ist zum einen von der Rasse, dem Tagesablauf, dem Gesundheitszustand sowie der individuellen Entwicklung des Tieres ab.

In Bezug auf die Größe des Hundebettes sollte man zwanzig bis dreißig Zentimeter zu der Körperlänge des Hundes hinzurechnen, um die optimale Bettgröße zu erhalten. Bedenken Sie, dass sich der Hund im Schlaf auch einmal vollständig ausstreckt. Stößt er dann gegen einen stabilen Rand, kann dies seine Schlafqualität senken.

Sollten Sie darüber nachdenken, ein Bett für mehrere Hunde nutzen zu wollen, sollte jeder Hund einen eigenen Platz darin finden können. Es muss also eine entsprechende Größe aufweisen.

Das optimale Bett für einen Langschläfer

Es ist richtig, dass jede Hunderasse so ihre Eigenheiten aufweist, was die Anforderungen an den perfekten Schlafplatz anbelangt. Natürlich sind diese auch von den Gewohnheiten des Tieres abhängig. Hunde, die ab der Geburt auf dem Fußboden oder einer Decke geschlafen haben, ist es nur schwer beizubringen, dass das kuschelige, weiche Hundebett doch die bessere Variante wäre. Selbst im hohen Alter, wenn die Knochen schon nicht mehr so richtig mitmachen wollen, bevorzugen sie den harten Untergrund. So kann eine frühe Gewöhnung an ein gutes Hundebett von Vorteil sein.

Verschiedene Materialien stehen zur Auswahl bereit. Welches Sie selber präferieren, ist selbstverständlich vom individuellen Geschmack abhängig. Allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Nähte hochwertig verarbeitet sind, damit sie auch tatsächlich lange halten und nicht nach kurzer Belastung bereits nachgeben. Selbstverständlich gilt auch für den Reißverschluss, durch den das Polster herausgenommen werden kann. Er sollte von stabiler Qualität sein, damit er weder verhakt noch schnell der Schäkel abbricht.

Schenken Sie dem Stoff lieber einen Blick zu viel als einen zu wenig. Sicherlich soll das Hundebett auch optisch für Sie akzeptabel sein. Doch sollte in Bezug auf den Stoff an etwas gedacht werden, dass ebenfalls strapazierfähig ist. Bedenken Sie, dass die Krallen des Hundes sehr kräftig sind. Da kann es bei dünnerem Stoff schnell zu Rissen und Löchern kommen.

Natürlich soll das Material für den Hund angenehm sein. Kunstleder ist eine sehr gute Alternative. Denn Kunstleder ist weich, robust, leicht zu pflegen und langlebig. Sollte es zu einem Malheur kommen, wird lediglich ein feuchter Lappen benötigt, um es zu beseitigen. Ein Stoffbett müsste gewaschen werden. Was für ein Aufwand. Da ist die Pflege vom Hundebett aus Kunstleder doch wesentlich einfach bei gleichem Komfort für das Tier. Des Weiteren eignen sich Nylon sehr gut als pflegeleichtes Material. Sollten Sie sich für Naturfasern oder Kunstfaserstoffe entscheiden, bedenken Sie, dass diese öfters gereinigt werden müssen. Das Material sollte mindestens bei 30°C gereinigt werden können.

Herausnehmbar, bitte.

Es ist sehr wichtig, dass das Polster bzw. Kissen, das sich im Bett befindet, mit wenigen Handgriffen herauszunehmen ist. Auf diese Weise können bei Bedarf Polster und Bezug separat gereinigt werden. Denn bei einem Luxus Hundebett wird Hygiene großgeschrieben. Regelmäßig muss es gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich Ektoparasiten hier ein wohnliches Domizil einrichten. Natürlich ist es nicht nur in der Zeit des Fellwechsels wichtig, dass auch die Haare, die der Hund täglich verliert, leicht entfernt werden können. Kunstleder hat auch in diesem Punkt die Nase vorn.

Das Polster bzw. die Matratze sind, wie wir es auch von den eigenen Matratzen kennen, in Härtegrade eingeordnet. Der Härtegrad sollte dem normalen Schlafverhalten entsprechen. Ein Hund, der also für gewöhnlich auf dem harten Fußboden liegt, wird auch nur eine entsprechend harte Matratze akzeptieren. Ein plüschiges Kuschelpolster wird ihm nicht behagen. Selbstverständlich sollte der Härtegrad der Größe und dem Alter des Hundes angepasst sein. So lieben ältere Hunde durchaus die weicheren Polster. Kennen Sie die Vorlieben Ihres Hundes noch nicht, müssen Sie wohl oder übel ausprobieren, was der Hund annimmt.

Die orthopädische Hundebett

Gerne wird zum orthopädischen Hundebett gegriffen. Nicht immer besteht tatsächlich eine Notwendigkeit hierfür. Doch ist es nicht schlimm, wenn noch gar keine orthopädischen Schäden beim Hund registriert wurde. Auch das Skelett des gesunden Hundes wird mit diesem Modell bestmöglich unterstützt. Somit bleibt der Bewegungsapparat des Tieres länger gesund, da er zumindest im Schlaf keiner unnötigen Belastung ausgesetzt ist.

Sollten sich bei dem Hund orthopädische Probleme zeigen, ist der Umstieg auf ein orthopädisches Hundebett ein wichtiger Schritt, um das Fortschreiten der Erkrankungen möglichst zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Natürlich ist hierfür mehr nötig als ein passendes Hundebett. Betrachten wir aber noch einmal die tägliche Ruhezeit eines Hundes, so wird deutlich, wie wichtig ein gutes Schlaflager für das Tier ist.

Gerade bei Hunden, die auf harten Untergrund zu Schmerzen und häufigem Umlagern neigen, profitieren von einem optimalen Schlafplatz. Sie erhalten, wenn sie dort für einen langen Zeitraum ruhen möchten, sowohl die notwendige Unterstützung, als auch die erforderliche Polsterung, damit sie nicht innerhalb kurzer Zeit Schmerzen verspüren und sich umlagern müssten. Denn jedes Umlagern kostet sie wertvolle Ruhezeit, die gerade für einen kranken oder alten Hund notwendig ist.

Wird diese Ruhephase regelmäßig unterbrochen, kommt es zu Folgesymptomen, die sich zunächst in schlechter Laune und ungnädigem Verhalten zeigt. Später können sich weitere Symptome wie Nervosität, Magen-Darm-Probleme, Herz-Kreislauf-Problemen zeigen. Sie alle sind psychosomatisch, was ihre Behandlung umso schwieriger macht. Deshalb sollte man es gar nicht erst so weit kommen lassen.

Der flache Einstieg

Jedes Modell hat so seine Besonderheiten. Viele besitzen einen rundum gleich hohen Rand. Dies ist für den gesunden Hund kein Problem. Im Zweifelsfall wird er in das Hundebett hineinspringen. Doch bei Welpen, Senioren und natürlich bei kranken Hunden, insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, ist dies eine große Herausforderung. Besser ist es, für ein Hundebett zu sorgen, dass über einen flachen Einstieg verfügt. Auf diese Weise braucht der Hund die Pfoten nur geringfügig höher heben als beim Gehen. Er kann also ganz bequem ein- und aussteigen.

Stabilität der Matratze

Bei vielen Hundebesitzern sind die Hundebetten sehr beliebt, die besonders kuschelig und flauschig sind. Der Hund kann sich, wie in einem echten Bett, in die Polster „eingraben“. Viele Hunde lieben dies und sind begeistert, sich immer wieder aufs Neue in ihr Bett zu kuscheln.

Wieder muss auf die Welpen, die Senioren und die Kranken geachtet werden. Für sie kann eine solche Unterlage zur Herausforderung werden. Sie kommen besser mit einer gerade und eher festen Unterlage zurecht. Diese sollte man ihnen auch gewähren. Benötigen sie tatsächlich etwas zum Einkuscheln, kann man sich mit Kissen unterschiedlicher Größe und natürlich Decken behelfen, um ihnen ausreichendes Wohlgefühl zu bescheren. Wichtiger als der Kuschelfaktor ist die Stabilität, damit sie auf der Matratze, der Polsterung sicher fühlen. Sie werden das Bett sonst leider immer noch meiden.

Die unterschiedlichen Formen der Hundebetten

Sie haben wortwörtlich die freie Auswahl. Welche Form darf es denn sein? Doch bevor Sie sich vorschnell entscheiden, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile der Formen informieren.

  • Das eckige Hundebett: Rechteckig oder quadratisch, mit hohem oder flachem Einstieg ist dies die klassische Form des Hundebettes. Der Rand ist für gewöhnlich einheitlich hoch. Diese Form erlaubt auch ein Aufstellen in der Ecke des Raumes. In den meisten Fällen sind die Ränder stabil, damit der Hund sich gut anlehnen kann, wenn er dies möchte oder sich im Schlaf bewegt.
  • Das runde Hundebett: Oval oder kreisförmig, Sie haben die Wahl. Auch bei diesen Modellen sind hohe wie auch flache Einstiege möglich. Die Ränder sind eher instabil, sodass der Hund sich auch bequem darüber legen kann. Nur selten haben wir es mit einer stabilen Unterlage / Polster zu tun. Diese sind meist weich.
  • Das stabile Hundebett XXL mit flachem Einstieg und hohem Rand: Es ist besonders für große Hunde gedacht, die dennoch ein Sicherheitsbedürfnis besitzen und nicht über den Rand hinaus rutschen mögen. Die Polster sind eher fest. Es ist mit einem niedrigen Einstieg versehen, um auch dem konkreten Zweck für den älteren, aber auch dem kranken Hund zu dienen. Sie finden in diesen Modellen einen sicheren Rückzugsort, aus dem sie aufgrund der stabilen Umrandung nicht herausrutschen können. Auch nicht, wenn sie sich im Schlaf stark bewegen. Aufgrund der Größe sollten Sie sich bereits vor dem Kauf einen günstigen Platz im Raum aussuchen. Bedenken Sie, dass der Hund nicht mitten im Raum liegen möchte. Ein wenig „Privatsphäre“ weiß auch der Hund zu schätzen. Es eignet sich besonders für die Senioren, die kranken Hunde, aber auch mehrere kleine Hunde.
  • Das Hundebett mit Dach: Bei diesen Modellen wird ein Dach über die Hälfte des Bettes gezogen. Damit erfährt der Hund ein Gefühl der Sicherheit. Er kann sich hierhin zurückziehen und sich bei Bedarf dort auch verstecken. Diese Modelle werden ausschließlich für kleine Hunde gefertigt.
  • Das Hundesofa: Es stellt eine besondere Variante dar. Denn die Umrandung umfasst lediglich das halbe Bett. Somit ist es zur Vorderseite hin vollständig geöffnet. Aufgrund der Form und der halben Umrandung ist es möglich, es individuell im Raum zu positionieren.

Sie sehen: Die unterschiedlichen Modelle sind nicht nur der Hundegröße auszuwählen. Doch werden die meisten von ihnen sind der Hundegröße entsprechend erhältlich. Die Hundegröße ist für die Auswahl sehr entscheidend. Natürlich kann sich ein kleiner Hund auch in einem großen Hundebett wohlfühlen. Da es aber ein sicherer Rückzugsort für den Hund sein soll, ist ein größenangepasstes Bett sinnvoller. Es mit vielen Decken oder Kissen aufzufüllen, entspricht nicht den Bedürfnissen des Hundes.

1 Hund, 1 Bett?

Dies ist eine gute Frage. Doch können Sie individuell entscheiden, wie Sie die Betten / das Bett aufteilen möchten. Natürlich kann jeder Hund ein eigenes Bett erhalten. Bedenken Sie aber, dass ausreichender Raum hierfür notwendig ist, um alle Betten bestmöglich aufzustellen. Auf diese Weise können die Hunde sich individuell zurückziehen.

Die anderen Tiere des Rudels wissen genau, welches Bett für sie der Rückzugsort und welches sie den anderen Tieren zu überlassen haben. Ebenso selbstverständlich kann, gerade bei kleinen Hunden, ein XXL-Hundebett für mehrere kleine Hunde ausreichen. Sind sie es von Welpenalter an gewohnt, lieben sie es, mit dem ganzen Rudel einen großen Schlafplatz zu teilen.

Hund im Hundebett
Wenn das Hundebett passend ist, kann man es sich darin gemütlich machen… | Foto: damedeeso / Depositphotos.com

FAQ

🐶 Wie groß sollte das Hundebett sein?

Der Hund soll sich im Schlaf bequem ausstrecken können. Daher werden zu der Länge des Hundes zwanzig bis dreißig Zentimeter hinzugerechnet. Sollten mehrere Hunde in dem Hundebett schlafen, muss die Größe des Bettes für die Gesamtanzahl der Hunde ausreichen, also eine kleine Rechenaufgabe.

🐶 Welches Material ist am besten geeignet?

Dies ist eine individuelle Entscheidung. Doch sollte man sich zuvor fragen, wie viel Reinigungsaufwand man betreiben möchte. Nylon und Kunstleder sind sehr pflegeleicht. Das Material ist von der Haarlänge des Hundes sowie Ihren persönlichen Ansprüchen an die Pflege des Hundesbettes abhängig. Grundsätzlich kann ein pflegeleichtes Hundebett auch mit zusätzlichen Decken und Kissen verändert und angepasst werden.

🐶 Welche Form ist optimal für ein Hundebett?

Die klassische Form ist das eckige Modell. Allerdings sollte man die Form den Bedürfnissen des Hundes sowie den Möglichkeiten zum Aufstellen im Raum angepasst sein.

🐶 Wann empfiehlt sich ein orthopädisches Hundebett?

Kranke und alte Hunde lieben das orthopädische Hundebett, da es derart konstruiert ist, dass das Matratzenpolster sich die Körperform und das Gewicht des Tieres merkt (Memory-Foam), sodass es jederzeit in die für den Körper optimale Schlafposition gelangen kann. Gelenke sowie der gesamte Bewegungsapparat werden durch das orthopädische Hundebett entlastet, sodass der Hund wieder zu einer ruhigen und entspannenden Ruhe- und Schlafphase finden kann.

Kategorisiert als:

Ratgeber,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024