Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Immer mehr Optionen werden gesucht, um unser Leben mit ihnen zu teilen und sie zufrieden zu stellen. Auch gehören natürlich diverse Hundesportarten zu diesem Gesamtangebot dazu, damit sich die Vierbeine so richtig austoben können. Ein Trend, dessen Name noch nicht so lange bekannt ist, ist das Crossdogging. Damit wir uns aber alle ein Bild davon machen können, soll das Crossdogging heute einmal vorgestellt werden, ganz ausführlich.

Was ist Crossdogging?

Genau genommen handelt es sich beim Crossdogging um ein Zirkeltraining, wie wir es aus dem Sportunterricht oder verschiedenen Sportarten des Menschen kennen. Zwei Personen befinden sich an einer Station. Es wird in zwei Minuten Intervallen gearbeitet. Zunächst ist der eine dran, um die gestellte Aufgabe innerhalb des zwei Minuten-Zeitraumes bestmöglich zu bewältigen. Der andere zählt dabei die absolvierten Durchgänge. Ist der Zwei-Minuten-Zeitraum vorüber, wird gewechselt. Danach geht es zur nächsten Station weiter. Insgesamt werden beim Crossdogging fünf Stationen aufgebaut. Wartezeiten werden auf diese Weise vollkommen vermieden, denn in einem Crossdogging-Team gibt es nur diese 10 Teams, bestehend aus Hund und Hundeführer.

Wichtig ist für die Teilnehmer, dass sie bis zum Beginn der Crossdogging-Runde nicht wissen, welche Aufgaben für sie aufgebaut werden. Die Aufgaben werden aus den unterschiedlichen Hundesportarten zusammengestellt. Somit ist für jedes Hunde-Team etwas dabei: Ein wenig Agility, etwas Kniffeliges , vielleicht ein bisschen Trickdog oder Mantrailing. Genau wissen es die Teilnehmer erst, wenn sie den Parcours durchlaufen haben. Nein, man muss nicht an jeder Station sämtliche Rekorde brechen. Aber man stellt fest, dass es Aufgaben gibt, die einem besser liegen als andere, etwas vollkommen Normales also. Trotz allem macht das Crossdogging allen Beteiligten viel Spaß, so zumindest erscheinen die Teilnehmer dem Beobachter.

Wo kann Crossdogging erlebt werden?

Das Crossdogging wird in Hundeschulen überall im Lande angeboten. Sie alle erhalten in der gleichen Woche die gleichen Aufgaben. So kann sowohl innerhalb jeder einzelnen Hundeschule, aber auch unter den Hundeschulen die jeweilige Punktzahl ermittelt werden. In einem Onlineranking werden diese Zahlen festgehalten.  Deutschlandweit können so die besten Hunde ermittelt werden, ohne dass diese sich dem Stress eines „echten“ Wettkampfes stellen müssen.  Die Teilnahme am Ranking ist freiwillig. Die Teilnehmer, die nur aus Spaß an der Freude am Crossdogging teilnehmen sind selbstverständlich genauso willkommen wie die wettkampffreudigen Teams.

Wie genau muss man sich Crossdogging vorstellen?

Zu Beginn eines jeden Monats werden drei Schwerpunktthemen bestimmt. Aus welchen Bereichen des Crossdogging sie kommen werden, weiß vorher niemand. Man muss sich überraschen lassen. So kann es im einen Monat das Eimer tragen, das Tempo wechseln bei steter Ablenkung und das Sitzen zwischen den Beinen des Hundeführers und laufen sein. Im nächsten Monat hingegen kann es das Überqueren der Wippe, das Totstellen und das Durchlaufen vom Schlauch sein. Die „Macher“ des Crossdogging sind diesbezüglich sehr einfallsreich und ebenso abwechslungsreich.

Nun ist es insbesondere in der ersten Trainingsstunde an den Trainern, jedem Teilnehmer die Lektion nicht nur zu erklären. Vielmehr geht es darum, den Teilnehmern den Aufbau der Signale zu vermitteln und ihnen die Aufgaben zusammenzustellen, die sie zu Hause trainieren sollen.

Um diese drei Schwerpunkte dreht sich das monatliche Training. Auch die wöchentlichen fünf Stationen des Crossdoggings haben sie zum Schwerpunkt, auch wenn nur mindestens drei der Stationen diese Themen ansprechen  müssen. Um sich bestmöglich darauf vorbereiten zu können, erhalten die Teilnehmer Anleitungen, die genau auf diese Übungen abzielen, sowie dazugehörige Hausaufgaben.

Wie kann ein „Zirkeltraining“ aufgebaut sein?

  • Der Trainer ist alleinig für den Aufbau der Stationen zuständig.
  • Die Erklärung der Stationen findet zu Beginn einer Trainingsstunde mit der gesamten Gruppe gemeinsam statt.
  • Nun erhalten alle 15 Minuten, in denen die Aufgaben durchgegangen werden können. Dabei ist es wichtig, nicht zu viel zu verlangen, damit für die eigentlichen Durchgänge noch ausreichend Kraft bei allen Beteiligten vorhanden ist.
  • Jetzt folgt der spannende Teil: An jeder Station finden sich zwei Teams ein.
  • Das Team, das zunächst mit dem Zählen beschäftigt ist, stellt sich leicht abseits vom Aktionsplatz hin. Der Hundeführer erhält eine Punktekarte, auf der er die Punkte des anderen Teams an dieser Station vermerkt. Er steht auf der kurzen Leine seines eigenen Hundes. Das andere Team kann die gestellten Aufgaben voll konzentriert durchführen. Die Zeit wird grundsätzlich vom Trainer selbst für alle zusammen gestoppt. Die Punkte werden durch den Punktezähler festgehalten.  Hat das erste Team die ausgemachte Zeit überstanden, werden die Positionen gewechselt und die Rollen gewechselt.
  • Nun haben beide Teams die erste Station absolviert, sodass alle im Uhrzeigersinn eine Station weiterziehen. So geht es weiter, bis man alle fünf Stationen hinter sich gebracht hat.
  • Der Trainer erhält nach Beendigung der gesamten Runde alle Punktekarten.
  • Die Ergebnisse aller Teams, die an dem deutschlandweiten Ranking teilnehmen möchten, werden nun in die Online-Liste eingetragen. Aufgrund der landesweit gleichen Aufgaben ist diese Vergleich nur möglich.
  • Bedenke: Die Teilnahme am Ranking ist und bleibt freiwillig. Niemand ist böse, wenn Du daran nicht teilnehmen möchtest.
  • Natürlich gibt es auch den Gruppensieger der einzelnen Hundeschule, keine Frage.

Für wen eignet sich das Crossdogging?

Hier muss zwischen Hund und Mensch unterschieden werden. Denn beide müssen auf das Crossdogging passen. Hat einer von ihnen keinen Spaß daran, ist dieses Projekt für das Team bereits gestorben.

Welche Voraussetzungen muss der Mensch für das Crossdogging mitbringen?

Das Wichtigste zuerst: Es ist vollkommen egal, welchen Alters der Hundeführer ist. Jugendliche bzw. ältere Kinder können die Übungen ebenso gut durchführen wie ältere Menschen. Es gibt Aufgaben, bei denen die jungen Teilnehmer im Vorteil sind, etwa wenn eine gewisse Beweglichkeit gefragt ist, wie beispielsweise in die Hocke gehen. Andere Aufgaben hingegen werden Erfahrung und eine gewisse Kreativität abfragen. Bei diesen Aufgaben sind die älteren Teilnehmer durch ihre jahrelange Erfahrung ganz klar im Vorteil. Beide können also einem Team durchaus die entsprechenden Punkte einbringen, die zum Vorwärtskommen benötigt werden. Letztlich ist aber ausschlaggebend, wie das Team Hund-Mensch zusammenarbeitet. Somit ist auch nicht die Hunderasse der entscheidende Faktor.

Führen wir die entscheidenden Faktoren für den Menschen doch einfach einmal auf:

  • Neugierde; Schubladendenken ist beim Crossdogging nicht gefragt, sogar hinderlich.
  • Übergreifendes Denken. Wem der Blick bis zum Tellerrand ausreicht, wird den Spaß am Crossdogging schnell verlieren.
  • Kommen, sehen, machen! – Dies könnte das Motto des Crossdogging sein, denn es geht unter anderem um eine flexible Denkweise und schnelles Handeln.
  • Einfühlungsvermögen: Fühlen Sie sich in Ihren Hund hinein, damit Sie ihn voll unterstützen können, die Aufgaben bestmöglich zu erledigen.
  • Spaß an der Freude haben: Die Aufgaben können auch einmal einen Hauch von Albernheit vertragen oder hervorbringen. Schön – denn Lachen hält gesund.
  • Der Glaube an Ihren Hund: Vertrauen Sie Ihrem Hund. Glauben Sie einfach, dass er tatsächlich alle Aufgaben bestmöglich erledigen kann. Dann wird er es auch schaffen.

Welche Voraussetzungen sollte der Hund mitbringen?

Warum sollte nicht jeder Hund auch alles können bzw. zumindest ausprobiert haben? Richtig, und genau deshalb wird für das Crossdogging der Allrounder gesucht. Dieser lässt sich aber nicht innerhalb bestimmter Rassen finden. Es kann sowohl der Australian Sheppard als auch der Mops sein. Wer weiß schon genau, was in seinem Hund alles steckt, bevor man es ausprobiert hat? Die einzige Fähigkeit, die zwingend vorhanden sein muss, ist die Kommunikationsfähigkeit des Tieres. Es muss in der Lage sein, seinen Hundeführer zu verstehen, aber auch von seiner Seite aus  mit ihm zu kommunizieren. Alles andere ergibt sich dann von selbst.

An dieser Stelle soll noch einmal daran erinnert werden, dass es wichtig ist, unkonventionell zu denken, wenn man sich intensiv mit dem Crossdogging auseinandersetzen möchte. Warum soll ein Mops nicht genau so gut apportieren oder den Slalom laufen können wie der Australian Sheppard oder der Labrador?

Die nachfolgenden Eigenschaften helfen dem Hund, die Aufgaben recht gut zu absolvieren:

  • Neugierde
  • Freude, Neues erlernen zu können
  • Begierde, so oft wie möglich von seinem Menschen beschäftigt zu werden
  • Die Liebe, mit seinem Menschen zusammen etwas zu unternehmen, etwas zu erlernen und sich dabei in ein kleines Abenteuer zu stürzen.

Bringt das Crossdogging für mich und meinen Hund Vorteile?

Anderssein? – Aber gerne bitte!

Ob wir es zugeben wollen oder nicht, wir verbinden mit jeder Hunderasse ganz bestimmte Fähigkeiten und Attribute. Ganz bestimmte Lektionen hat er zu können, während andere für ihn ja so gar nicht in Frage kommen. Oder handelt es sich dabei nur um unsere rosarote Wunschbrille, durch die wir unsere Vierbeiner des öfteren anschauen? Es ist richtig, dass wir uns aufgrund der Rassebeschreibungen und der dazugehörigen Veranlagungen des Hundes genau diesen ausgesucht haben. Aber STOP! In diesem Punkt begehen wir einen Denkfehler. Denn nur ein Teil des vorhandenen Potenzials ist auch tatsächlich angeboren. Alles andere kann der Hund lernen, wenn der Hund sich in der „richtigen“ Umgebung aufhält. Machen wir also einmal etwas Rasse untypisches.

Weil es Spaß macht

Die Anforderungen, die bei Crossdogging gestellt werden, sind auf jeden Fall etwas anderes, als man in der Hundeschule lernt. Und trotzdem haben sie fast immer einen Alltagsbezug. So kann es vorkommen, dass eine Übung des Crossdogging tatsächlich einmal in einer Alltagssituation zum Einsatz gebracht werden kann. Für den Hundebesitzer / Hundeführer kann es etwa eine große Erleichterung ein, wenn der kleine Vierbeiner die Tür mit der Nase zuschieben kann. Das Kommando des Crossdogging hierfür wäre beispielsweise „Berühre die Tür mit der Nase“. Was im Spiel funktioniert, klappt natürlich auch im Alltag.

Spannung für Hund und Herrn

Neue Aufgaben gibt es jede Woche für das Team. Sicherlich fällt nicht jede Aufgabe gleich leicht. Vielleicht sind einige davon sogar wirklich kniffelig und schwierig umzusetzen. Und doch ergeben sich fantastische Ergebnisse, die man ohne diese Herausforderung niemals angegangen wäre. Kein Wunder, wären Sie mit Ihrem Hund in den vorgegebenen Denkstrukturen geblieben, hätten Sie sich ja gar nicht erst an diese Lektionen herangetraut. Auch wenn die eine oder andere nicht perfekt umgesetzt werden konnte, haben beiden, Hund und Herr, einiges dazu gelernt. Wer weiß, wozu dieses Wissen noch einmal nützlich sein kann.

Über sich hinaus wachsen

Einige neue Aufgaben können durchaus bereits vertraut sein. Aber einige Aufgaben können auch den ganzen Mut von Hund und Herrchen benötigen, um sich überhaupt an sie heranzutrauen. Das Crossdogging hat also auch etwas mit Mut und Vertrauen. Natürlich müssen zu Beginn einer neuen Übung erst einmal die Kommandos und das Herangehen geübt werden. Ist dieser Schritt jedoch bewältigt, kann es mit dem steten Üben weitergehen. Mit jedem Übungsdurchgang wird man sicherer, Hund und Herr als Team. Und am Ende hat man Übungen bewältigt, über die man vorher noch nicht einmal im Traum nachgedacht hat.

Lieber Hund, chill doch mal!

Viele Hundebesitzer haben das Gefühl, dass ihr Hund auch nach einem langen Spaziergang noch sehr angespannt ist. Hundebesitzer, die mit ihrem Hund zum Crossdogging gehen, kennen diese Situation nicht. Denn beim Crossdogging besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung während des Trainings. Kein Wunder, während das Team als Punktezähler fungiert, wird der Hund an der kurzen Leine gehalten und vom Besitzer bewusst ignoriert. Schließlich muss er sich auf die Punkte des anderen Teams konzentrieren. Fehler dürfen hier möglichst nicht gemacht werden.  Der Hund lernt schnell, diese regelmäßig auftretende Pause von zwei Minuten zu nutzen, um sich zu regenerieren. Gerade zu Anfang ist dies für die meisten Hunde die schwierigste Lektion, zu akzeptieren, dass das Herrchen ihn vollkommen ignoriert. Doch lernen sie schnell, dass so eine kurze Pause Gold wert sein kann.

Innere Ruhe, auch beim Hund

Ein wichtiges Element des Crossdogging ist der Ausgangspunkt für jede Übung. Denn am Ende derselben befindet sich der Hund zurück in genau dieser Position. Nach einigen Übungsdurchgängen hat der Hund verstanden, dass nicht das fehlerfreie Durchlaufen der Übung von ihm erwartet wird, sondern auch das Zurückkehren in die Ausgangsposition. In eine Position, in der nichts von ihm erwartet wird, sodass er entspannen kann. Dieses Wissen verschafft dem Hund Ruhe und Vertrauen. Der Hund ist tatsächlich in der Lage, diese Aufgabe mit dem Herrn zusammen zu verfolgen, ja sogar im Vorwege zu planen, um sie dann exakt auszuführen, bevor es wieder in die entspannte Ausgangsposition zurück geht.

Die innere Ruhe, die der Hund dabei erlangt, überträgt sich auch auf den Menschen bzw. er kann sie ebenso erfahren. Beide Teammitglieder profitieren also von diesem Effekt.

Was hat es mit der Liga beim Crossdogging auf sich?

Die Liga ist zunächst einmal nebensächlich. Wichtig ist für die Freunde des Crossdoggings, dass Anfänger mit erfahrenen Teilnehmern zusammengebracht werden. Es soll ein Raum geschaffen werden, in dem Anfänger sich von den alten Hasen den einen oder anderen Trick abgucken können. Es sollen Gespräche und praktische Hilfe wie selbstverständlich gegeben werden. Konkurrenz – nein, eigentlich sollte dieser Begriff im Bereich des Crossdoggings nicht auftauchen. Denn auch wenn die Aufgaben für alle Teams die gleichen sind. Der Schwierigkeitsgrad ist das Einzige, was die Anfänger vom Profi unterscheidet. Aus diesem Grunde werden verschieden „Klassenzugehörigkeiten“ zur Unterscheidung der verschiedenen Schwierigkeitsgrade verwendet.

Study

Der Study ist der Anfänger. In diesem Stadium wird der Hund noch von seinem Hundeführer begleitet. Später muss er die Aufgaben, die er erlernt hat, alleine, ohne menschliche Begleitung bewältigen. Zu diesem späteren Zeitpunkt wird er von seinem Herren geschickt und zurück beordert. Diesen Vorteil kann man für sich nutzen, denn der Übergang von der regulären Hundeschule zum Crossdogging ist problemlos zu bewältigen. Problemlos kann in die unterschiedlichen Hundesportarten, die im Crossdogging vereint werden, hineingeschnuppert werden. Es gibt nur wenige Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

  • Die Grundbegriffe „Sitz, Platz, Bleib“ müssen bereits einwandfrei ausgeführt werden können.
  • Es sollte dem Hund möglich sein, 2 Minuten am Stück aufmerksam zu arbeiten.
  • Zu diesem Zeitpunkt darf noch mit Futter gelockt werden.

Der Bachelor

So wird im Crossdogging der Fortgeschrittene bezeichnet. Grundsätzlich absolviert er die gleichen Übungen, die auch der Study durchläuft. Aber sie sind schon ein wenig schwieriger als die des Anfängers. Auch die Grundvoraussetzungen werden nun schwieriger:

  • Die Grundbegriffe „Sitz, Platz und Bleib“ werden natürlich weiterhin verwendet. Allerdings wird nun die Erfüllung mit Ablenkung sowie auf Entfernung erwartet.
  • In diesem Ausbildungsstadium wird gelernt, Gegenstände zu tragen. Diese sind selbstverständlich der Größe des Hundes angepasst.
  • Natürlich wird auch auf dieser Ausbildungsstufe noch permanent gelobt. Allerdings wird das Futter nicht mehr verwendet, um diesen Zweck zu erfüllen.

Der Master

Der Master, wie er im Crossdogging genannt wird, ist der Profi unter den Crossdogging-Teams. Um sich diesen Titel zu erobern, muss das Hunde-Mensch-Team schon viel auf dem Kasten haben. Sicherlich mag es auf den ersten Blick gar nicht so schwer aussehen. Es sind ja die gleichen Aufgaben wie bei den Studys und bei den Bachelors. Doch sind diese Aufgaben nicht nur komplex, sondern weisen auch einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad auf.

  • Gegenstände werden vom Profin nicht nur getragen. Sie werden auch dem Menschen in den Hand gegeben.
  • „Sitz, Platz, Steh“ – selbstverständlich werden diese Kommandos abgefragt. Sie müssen ausgeführt werden, egal, ob der Besitzer zu sehen ist bzw. egal, wo er sich befindet und ob er den Hund dabei anschaut oder nicht.
  • Gegenstände werden vom Masterhund umrundet. Dies hat er auch dann auszuführen, wenn sich in diesen Schalen Futter befindet. Dies darf ihn nicht mehr ablenken!
  • Tricks werden auch auf Entfernung ausgeführt. Hierzu gehört zum Beispiel das Stellen der Pfoten auf Gegenstände oder das Aufnehmen von Gegenständen und wieder abstellen.
  • Nach wie vor wird viel und ausgiebig gelobt. Das Futter jedoch bleibt, wo es hingehört, – in den Futternapf.

Die Liga und das Ranking – wie geht das?

Das Ranking innerhalb der Liga steht auf unterschiedlichen Säulen, die aufeinander aufbauen.

  • Die Punktekarten: Sie werden stets am Anfang einer Stunde verteilt. Auf dem Kärtchen wird angekreuzt, in welcher Liga, Study, Bacholor oder Master,  man sich bewegen möchte. Ein Wechsel kann immer nur zum Quartalsanfang erfolgen. Somit sollte gut überlegt werden, in welcher Liga man in den nächsten drei Monaten bewertet werden möchte.
  • Das Zählen: Grundsätzlich befindet sich ein Team „in Arbeit“, während das andere mit dem Zählen beschäftigt ist. Dazu steht der Mensch auf der kurzen Leine des Hundes, damit dieser vor Ort bleibt und konzentriert gezählt werden kann. Die Punkte werden am Ende eines jeden Durchganges zusammengezählt.
  • FREIWILLIG: Die Teilnahme am Ranking ist freiwillig. Entscheidet sich ein Team dagegen, ist es auch nicht notwendig, seine Punkte während des Durchlaufs zu zählen, was natürlich dennoch gemacht werden kann. Wer sich für die Wertung im Ranking entscheidet, wird die Aufgabe innerhalb dieser Liga absolvieren müssen. Dabei ist es unerheblich, ob man sich für die passende Liga entschieden hat oder nicht.
  • Der Trainer als Schiedsrichter vor Ort: Wöchentlich wird der Trainer vor Ort die Punkte in das Ranking eintragen. Wird eine Eintragung vergessen, kann sie nicht nachgeholt werden. Die Vorschriften sind hier sehr strikt. Die Berechnungen sind sehr speziell. Auch wenn es ein wöchentliches Siegerteam gibt, wird nur stets ein Quartalssieger gekürt. Hierbei können aber nur die Teams teilnehmen, die an mindestens 5 Wochen im Ranking eingetragen sind. Zudem können selbstverständlich in den verschiedenen Hundeschulen interne Auswertungen vorgenommen werden.
Bild zur Beschreibung vom Crossdogging
Mit dem Crossdogging lernen Hunde auf den passenden Moment zu warten. | Foto: oov / Depositphotos.com

Fazit

Das Crossdogging ist eine Hundesportart, die aus verschiedenen Hundesportdisziplinen besteht. Dadurch entsteht für den Besitzer wie auch für den Hund eine großes Repertoire an Aufgaben, die geübt und ausgebaut werden. Somit kann keine Langeweile aufkommen. Man wächst förmlich mit dem Hund zu einem Team zusammen.

Das Crossdogging ist für jeden Hund und für Menschen jeden Alters geeignet. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die älteren Teilnehmer ihr Wissen mit den Jüngeren bzw. den Anfängern teilen können, sie auf ihrem Werdegang unterstützen. Und das ganz ohne Konkurrenzdenken.

Wer sich gerne außerhalb von gesetzten Grenzen bewegt, sollte sich mit dem Crossdogging auseinandersetzen. Es ist die einzige Hundesportart, die disziplinübergreifend vorgeht und direkt im Anschluss an die Hundegrundausbildung angeschlossen werden kann.

Kategorisiert als:

Erziehung, Verhalten,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024