Die Anschaffung eines Hundes bereitet stets große Freude. Allerdings bleiben gesundheitliche Komplikationen meist in der Regel nicht aus. Hunde können wie Menschen auf unterschiedlichste Arten erkranken und ein Gang zum Tierarzt kann auch des Öfteren vorkommen. Im Folgenden erklären wir Ihnen fünf Krankheiten, an denen Ihr geliebter Vierbeiner am häufigsten leiden kann.

Klingen Symptome nicht ab oder zeigt ihr Hund über einen längeren Zeitraum ein untypisches oder auf eine Krankheit hin deutendes Verhalten, sollten Sie umgehend einen Experten aufsuchen oder einen online Tierarzt wie DrSam kontaktieren, der umgehend Hilfe leisten kann.

1.      Magen-Darm-Erkrankung

Eine Magen-Darm-Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben. Symptome äußern sich hauptsächlich durch Durchfall, Erbrechen oder Blähungen. Es kommt schnell vor, dass der Hund etwas Falsches gegessen hat und sich so den Magen verdorben hat. Setzen Sie Ihren Hund für einen Tag auf Futterentzug und lassen Sie ihn nur Wasser trinken. Wenn die Symptome wieder abklingen, handelte es sich nur um eine kleine Magenverstimmung.

Durchfall Hund
Wenn der Hund Durchfall hat ist es wichtig daran zu denken, dass er ausreichend trinkt! | Foto: Chalabala / Depositphotos.com

Hat der Hund weiterhin sichtlich schmerzen bei der Kotabsonderung, jault und winselt dabei, sollten Sie schnellstmöglich zum Tierarzt gehen. Sie sollten Ihren Besuch am besten vorher telefonisch ankündigen. Ihr Hund könnte unter einer infektiösen Krankheit leiden und ansonsten im Wartezimmer andere Hunde anstecken.

Achten Sie auch auf die richtige Menge an Hundefutter – egal wie hungrig Ihr Hund scheint.

2.      Fieber

Die durchschnittliche Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen 37,5° C und 38,5° C. Ist die Temperatur erhöht, kann es durchaus sein, dass der Hund Fieber hat. Am besten messen Sie die Temperatur Ihres Vierbeiners rektal mit einem Kontaktthermometer. Dabei müssen Sie berücksichtigen, dass die Körpertemperatur abends höher ist als morgens – und bei Welpen und jungen Hunden generell etwas höher ist als beim erwachsenen Hund.

Fiebersymptome lassen sich leicht an einem trockenen Nasenspiegel, warmen Ohren oder einem matten Ausdruck in den Augen erkennen. Die Ursachen für einen fiebernden Vierbeiner sind vielfältig, allerdings lassen sie sich häufig auf eine bakterielle Erkrankung zurückführen. Der Hund sucht sich instinktiv selbst einen kühlen Untergrund, um sich abzukühlen und die Temperatur kann schon innerhalb einer halben Stunde um 0,5° C sinken. Dabei müssen Sie immer eine ausreichende Wasserzufuhr sicherstellen, damit der Hund nicht dehydriert. Wenn Ihr Hund hohes Fieber hat und sonst sein Allgemeinzustand schlecht ist, müssen Sie einen Tierarzt aufsuchen.

3.      Wurmbefall

Wurmbefall ist eine häufige Krankheit bei Hunden und kann schnell passieren. Die Würmer werden dabei vom Kot anderer Tiere oder zum Beispiel von Mäusen übertragen.

Ein äußerer Wurmbefall äußert sich über einen Juckreiz. Bei einem inneren Wurmbefall kann es zu verschiedenen Symptomen kommen – abhängig von Alter und Gesundheitszustand Ihres Hundes. Dazu zählen Fieberschübe, allgemeine Abgeschlagenheit oder Durchfall. Es finden sich zudem oft Bandwurmglieder im Kot, die wie reiskornähnliche Teile aussehen. Des Weiteren praktiziert der Hund oft das sogenannte „Schlittenfahren“, indem er mit dem Po über den Boden rutscht, um den Juckreiz zu lindern.

Es ist wichtig bei der kleinsten Vorahnung direkt zu handeln. Dabei muss der Hund mit speziellen Medikamenten behandelt werden, damit die inneren Würmer abgetötet werden können. Eine Wurmkur für betroffene Hunde ist meist unumgänglich.

4.    Allergien

Wie der Mensch kann auch der Hund an Allergien leiden. Dabei können Lebensmittelallergien, Kontaktallergien oder Hautallergien auftreten. Die Symptome für Allergien sind breit gefächert. Kratzt sich Ihr Liebling oft und es liegt kein Wurmbefall vor, kann es sich um eine Hautallergie handeln. Durchfall oder Erbrechen können auf eine Lebensmittelallergie hinweisen. Rötungen der Haut können Ursache einer Kontaktallergie sein, zum Beispiel durch ein spezielles Hundeshampoo.

Sobald Ihr Hund untypische Verhaltensweisen aufweist, sollten Sie mit ihm zum Tierarzt gehen. Dort können unterschiedliche Allergiemöglichkeiten getestet werden. Bei akuten Fällen müssen schnelle Maßnahmen getroffen werden und Antihistaminika oder Kortikoiden verabreicht werden.

Sobald Sie wissen, unter welcher Allergie Ihr Vierbeiner leidet, können Sie ihn entsprechend behandeln. Bei einer Lebensmittelallergie das Hundefutter wechseln oder bei einer Kontaktallergie zum Beispiel ein anderes Shampoo verwenden.

Die Allergie beim Hund
Die Allergie beim Hund kann das Leben des Hundes ziemlich beeinträchigen. | Foto: willeecole / Depositphotos.com

5.      Ohrenentzündung

Insbesondere Hunde mit langen, hängenden Ohren können an einer Ohrenentzündung erkranken. Tiere mit kurzem Fell und stehenden Ohren sind wesentlich seltener von einer Ohrenentzündung betroffen. Der Grund dafür liegt in der angestauten Wärme und Feuchtigkeit, die nicht richtig aus dem Ohr entweichen kann, da das Ohr nicht genügend Zugluft erhält. Dies bietet perfekte Lebensbedingungen für Bakterien.

Symptome für eine Ohrenentzündung erkennen Sie, wenn Ihr Vierbeiner den Kopf schräg hält und ihn ständig schüttelt. Es kann sich auch ein braun-schwarzer Ohrenschmalz entwickeln. Mitunter kann das Ohr des Hundes anfangen streng zu riechen. Zusätzlich beginnt der Hund sich häufig am betroffenen Ohr zu kratzen, wodurch die Infektion natürlich verschlimmert wird. Siehe auch Augen- und Ohrenerkrankungen bei Hunden.

Sie müssen mit Ihrem Hund zum Tierarzt, da er spezielle Medikamente benötigt. Oft werden spezielle Ohrentropfen verschrieben, die Sie Ihrem Hund täglich ins Ohr träufeln müssen. Es ist empfehlenswert bei dieser Behandlung mit einem Belohnungssystem zu arbeiten, da dies für den Hund sehr unangenehm sein kann und er sich wehren wird. Belohnen Sie Ihren Liebling also nach der erfolgreichen Verabreichung mit einer kleinen Leckerei.

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Gesundheit,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024