Sie suchen einen großen Hund, der mit seiner kräftigen Statur eine ruhige Würde ausstrahlt? Mit dem Amerikanischen Akita haben Sie genau diesen Vertreter gefunden. Gut, er wirkt ein wenig bulliger als der japanische Akita. Auch ist er ein wenig größer. Sein bulliger Kopf kann schon ein wenig einschüchtern.

Jedoch wird dieser Anblick durch die stets nach vorn gespitzten Ohren abgemildert. Denn sie geben ihm einen verschmitzten Gesichtsausdruck. Ist er vollkommen entspannt, scheint er durchweg zu lächeln.

Der Amerikanische Akita ist eine Besonderheit, die eine besondere Aufmerksamkeit verlangt. Schauen wir ihn uns heute genauer an.

Charakter des Amerikanischen Akita

Wie auch sein Bruder, der Japanische Akita, handelt es sich bei dem Amerikanischen Akita um einen sehr eigenständigen und zugleich selbstbewussten Hund. Unterwürfigkeit ist für ihn ein Fremdwort. Auch wenn er Fremden gegenüber gleichgültig bleibt, ist er stets freundlich.

Zu „seinem“ Menschen jedoch entwickelt er eine sehr starke Bindung. Grundsätzlich ist er eher der Typ Hund, der sich genau einer Person anschließt. Mehr braucht er nicht. Aber Achtung: Auch „sein“ Herrchen / Frauchen muss sich seiner Anerkennung erarbeiten. Diese schenkt er nicht jedem Erstbesten.

Hat man sich aber ausreichend Anerkennung bei ihm gesichert, ist er treu, zuvorkommend und kooperativ als Partner. Auch der Standard benennt ihn in seiner Beschreibung als mutig, aufnahmefähig, folgsam, aufmerksam und vor allem freundlich.

Selbst in hektischen Situationen bleibt der Amerikanische Akita ruhig und behält den vollen Überblick. Egal wann und egal wo: Stets ist er von einer Aura der Erhabenheit, der Ruhe umgeben, um gleichzeitig seiner ursprüngliche Wildheit zu präsentieren. Noch viele Zuchtlinien verfügen über den althergebrachten Jagdtrieb des Hundes. Viele Menschen glauben, in ihm Züge der Urhunde zu entdecken. Die Treue dieser Hunde ist einfach legendär.

Der geschichtliche Hintergrund des Amerikanischen Akita

Der Akita ist eine, seit Jahrhunderten in Japan bekannte Hunderasse. Auch in Amerika war diese Rasse sehr beliebt. Allerdings hat man sich nach dem Zweiten Weltkrieg dazu entschlossen, eine eigenständige Variante heraus zu züchten. Mittlerweile ist diese auch offiziell anerkannt.

Der Name Akita entstammt der gleichnamigen Präfektur, die im Nordwesten Japans gelegen ist. Ganz konkret entstammt der Hund der Stadt Odate. Sie war es bereits früher und auch heute noch gilt die Stadt in Japan als Hundestadt.  Der original, japanische Akita Inu ist eine der größten Hunderassen, die der FCI in Japan anerkannt hat.

In Japan hat sich der Akita einen sehr guten Ruf als Arbeitshund geschaffen. Zudem diente er als Wachhund, machmal auch als Zughund eingesetzt. Auch zur Jagd haben sie ihn regelmäßig eingesetzt. Ganz besonders erfolgreich soll er bei der Jagd auf Kragenbären gewesen sein, so sagen es die Überlieferungen.

Angeblich setzten ihn auch die Samurei ein. Leider hat man irgendwann begonnen, den Akita für Hundekämpfe zu missbrauchen. Unter anderem durch diesen Missbrauch der Rasse war der Akita Inu gegen 1900 beinahe ausgestorben. Glücklicherweise sind die Japaner ihren Hunderassen sehr zugewandt. Deshalb hat man um 1930 begonnen, sich wieder vermehrt der Zucht zu zuwenden. 1931 erhielt der Akita Inu sogar den Titel „Naturdenkmal Japans“.

Insgesamt gibt es 7 Hunderasse, die auf diese Weise geehrt wurden. Leider hat man diese Hunde dennoch im Zweiten Weltkrieg als Felllieferant zur Herstellung von Militäruniformen missbraucht. Und wieder nahm die Zahl der Hunde rapide ab. Ohne das Einkreuzen anderer Hunderassen hätte der Akita nicht gerettet werden können. Verschiedene Linien wurden seither etabliert.

Bereits im Jahr 1933 bildete sich der erste Akita-Club in den USA und widmete sich schnell der Züchtung des Amerikanischen Akita. Es wird vermutet, dass sowohl der Deutsche Schäferhund, aber auch der Mastiff eingekreuzt wurden. Vermutlich sind aber auch noch andere Hunderassen eingekreuzt worden. So kam es, dass die Japaner ab einem bestimmten Punkt die amerikanische Variante nicht mehr akzeptieren wollten, sodass eine neue Rasse enstand.

Erst im Jahr 1999 wurde der American Akita als neue und eigenständige Rasse vom FCI anerkannt.  Heute sind beide im Akita Club e.V. unter dem Dach des VDH zusammengefasst, als zwei eigenständige Rassen.

Die Farben des Amerikanischen Akita

Das Fell des Amerikanischen Akita ist ein Phänomen, denn es ist vollkommen schmutz- und wasserabweisend. Somit ist die Fellpflege ein echtes Kinderspiel. Der Amerikanische Akita besitzt ein recht ansehnliches Unterfell, welches er zwei Mal im Jahr verliert. In dieser Zeit ist ein regelmäßiges, tägliches Kämmen eine notwendige Pflichtaufgabe. Denn es ist doch eine erhebliche Menge, die er in dieser Zeit verliert. Wie lange der Fellwechsel dauert, kann nicht konkret benannt werden. Die Zeitspanne beträgt zwischen 2 und 4 Wochen.

Das Fell ist sehr dicht. Man könnte es beinahe plüschig nennen. Auf jeden Fall besitzt es den absoluten Kuschelfaktor. Beim Amerikanischen Akita sind eigentlich alle Farben erlaubt. Auch gescheckte und gestromte Farbkombinationen sind zulässig.

Im Gegensatz zu den Japanischen Akitas wird bei diesem auch die Prägung einer Maske sowie die Pinto-Färbung gern gesehen. Kommt es zu einem mehrfarbigen Bild, ist es wichtig, dass sich die Farben klar voneinander abgrenzen. Oftmals handelt es sich um eine helle Grundfarbe, auf der sich mehrere, häufig gleichmäßig angeordnete, große Flecke abzeichnen.

Welche Ansprüche stellt der Amerikanische Akita?

Wenn man es genau nimmt, stellt der Amerikanische Akita eigentlich überhaupt keine Ansprüche. Dies gilt allerdings nur dann, wenn man wirklich sehr fachkundig ist. Es ist wichtig, das Wesen des Hundes gut zu kennen. Er möchte konsequent erzogen und geführt werden.

Bitte denken Sie daran, dass der Amerikanische Akita eine hohe Individualdistanz benötigt. Auch bei bester Erziehung sollte niemals vergessen werden, dass er extrem selbstbewusst und extrem stark ist.

Dieser Hund darf niemals aus den Augen verlieren, dass es nur einen geben kann, der das Sagen hat. Und das ist IMMER der Halter, der Hundeführer. Dies ist auch der Grund, warum er nicht ohne Leine geführt werden sollte. Sicher ist halt sicher!

Für den Halter eines Amerikanischen Akita ist es wichtig, dass nicht nur das Haus groß genug für diesen Hund ist. Auch der Garten sollte über genügend Quadratmeter verfügen, sodass sich der Hund im Laufe des Tages auch eigenständig die Beine vertreten kann, wenn er es möchte. Ein Garten mit 2 x 2 Meter ist absolut nicht ausreichend. Denn auch dieser Hund kann, wenn er nicht ausgelastet ist, auf dumme Gedanken und dusselige Verhaltensweisen kommen. Und dazu muss es wirklich nicht kommen. Mit diesen Hund können unterschiedliche Hundesportarten

Der Amerikanische Akita und seine Gesundheit

Der Amerikanische Akita ist ein extrem robuster Hund mit einer außerordentlich guten Gesundheit. Eventuelle Erbkrankheiten werden durch die seriöse Zucht im Zaum gehalten bzw. vollständig eliminiert.

Vor- und Nachteile des Amerikanischen Akita

Die Gesundheit und auch das schmutz- und wasserabweisende Fell machen es dem Halter sehr einfach, sich mit ihm zu arrangieren, da er in diesen Punkten keine Problemansätze zeigt.

Eines ist wichtig zu wissen: Dieser Hund ist nicht für den Anfänger, der noch  nicht viel Hunderfahrung mit sich bringt, geeignet. Denn eines ist sicher: Er hat so seinen eigenen Kopf und ein starkes Selbstbewusstsein. Auch darf seine Kraft nicht unterschätzt werden. Eine hohe Individualdistanz ist benötigt. Solange er keinen Bedarf sieht, seine Dominanz zu zeigen, sind ihm andere Hunde egal, sodass es kaum zu Problemen kommen sollte.

Insbesondere bei anderen Rüden sollte ein wachsames Auge auf ihn geworfen werden. Wird er jedoch von klein auf gut erzogen und akzeptiert seinen Bezugsmenschen, sollte dies keine Schwierigkeiten bereiten.

Doch ist noch aus einem anderen Grund auf eine optimale Erziehung zu achten: Der Jagdtrieb des Akita. Dieser ist noch sehr stark im Amerikanischen Akita vorhanden und kann schnell ausgelöst werden. Bei einer ungenügenden Erziehung kann dies schnell zu Problemen führen.

Je nach Persönlichkeit kann aber trotz einer sehr guten Erziehung eine gewisse, unterschwellige Dominanz vorhanden sein. Deshalb ist es grundsätzlich sicherer, den Amerikanischen Akita an der Leine zu führen.

Der perfekte Mensch für einen Amerikanischen Akita

  • hat ein großzügig geschnittenes Haus mit ebenfalls großem Garten
  • besitzt viel Hundeerfahrung, ja einen wahren Hundeverstand
  • versteht es, das Alphatier im heimischen Rudel zu sein
  • hat kein Problem damit, DIE Hauptbezugsperson des Amerikanischen Akita zu sein
  • verbringt seine freie Zeit am liebsten im Freien
  • liebt die Bewegung, denn der Amerikanische Akita liebt sie ebenfalls
  • ist sich bewusst darüber, dass er es mit einem dominaten und charakterstarken Hund zu tun hat, der in Deutschland relativ selten ist
  • weiß darum, dass sich der Amerikanische Akita gut in die Familie integrieren kann, man ihn aber trotzdem nicht mit kleineren Kindern alleine lassen sollte.

Die Welpen des Amerikanischen Akita kaufen

Die Welpen des Amerikanischen Akita werden selbstverständlich am besten bei einem Züchter gekauft, der im Akita Club des VDH organisiert ist.  Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Welpe aus einer „sauberen“, kontinuierlich überprüften Zuchtlinie stammt. Denn jedem seriösen Züchter ist es wichtig, dass sowohl seine Zuchttiere als auch die Welpen den bestmöglichen Gesundheitszustand aufweisen.

Der seriöse Züchter wird gleich beim ersten Kontakt die Zuchtpapiere präsentieren können. Des weiteren wird er die Interessenten über die Besonderheiten der Rasse und seiner Zuchttiere im Besonderen informieren. Ein Kontakt zu den Hunden ist selbstverständlich. Dies gilt auch für die Welpen, wenn sie für den Kontakt mit den „neuen“ Besitzern freigegeben werden.

Egal, welche Fragen der Interessent über die Zuchtlinie, die Übernahme des Welpen, die Aufzucht des Kleinen sowie die Grundausbildung hat, der seriöse Züchter wird sie gerne und mehr als ausführlich beantworten. Schließlich ist es ihm wichtig, dass der Welpe bestmöglich untergebracht wird.

Amerikanischer Akita Welpe
Amerikanischer Akita Welpe | Foto: FotoJagodka / Depositphotos.com

Erste Ausstattung für den Amerikanischen Akita

Hundefutter für den Amerikanischen Akita

Im Gegensatz zu anderen Hunderassen ist der Amerikanische Aktiat ein klein wenig wählerischer. Sein Ernährungsplan sollte tatsächlich ausgewogen und abwechslungsreich sein. Gerne kann bei diesem Hund gebarft werden. Allerdings sollte man sich gut auskennen, da es sonst schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Ein zu hoher Anteil von Getreide- und Sojaprodukten sowie ein zu hoher Rohproteinanteil, wie sie in Energy- oder Hochleistungsfutter zu finden sind,  ist unbedingt zu meiden, da er Haut- bzw. Haarerkrankungen hervorrufen kann.

Fazit

Der Amerikanische Akita ist ein wunderbarer Hund, der an die Urhunde erinnert. Ein Erbe, das er von seinem Vorfahren, dem Japanische Akita, erhalten hat. Dies verleiht ihm eine innere Ruhe, eine natürliche Erhabenheit, wie kaum ein anderer Hund sie besitzt.

Doch so schön er auch ist, so ausgeglichen und angenehm sein Wesen sich auch zeigen mag, der Amerikanische Akita ist kein Anfängerhund. Vielmehr bedarf es eines ausgeprägten Wissen über Hundehaltung und das Wesen eines Hundes, um sich diesem Hund ebenbürtig fühlen zu können, um diesen Hund in jeder Lebenslage führen zu können.

Es ist wichtig für den Erhalt dieser wunderbaren Hunderasse, immer wieder Menschen zu finden, die in der Lage sind, ihn adäquat zu halten und ihm ein gutes und sicheres Zuhause geben zu können.

FAQ

Kategorisiert als:

Hunderassen,

Letzte Änderung: 31. Mai 2024